Google: Jede Woche melden sich 1800 Firmen für Drive for Work an

Als Referenzkunden führt es die Bekleidungskette Chico's und das Luftfahrtunternehmen Rockwell Collins an. Jüngste Ergänzung ist eine Audit API, über die Ökosystem-Partner beispielsweise Dienste für Data Loss Prevention realisieren können.

Google teilt mit, dass es derzeit wöchentlich 1800 Firmen für seinen Cloud-Speicherdienst Drive for Work gewinnt. Es handelt sich eine Ergänzung zu Google Apps mit unbegrenztem Volumen, die monatlich 10 Dollar beziehungsweise 8 Euro je Nutzer kostet.

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Den gegen Box und diverse andere Cloud-Storage-Dienste wie Microsoft OneDrive oder Dropbox positionierte Service war auf der Konferenz Google I/O vorgestellt worden. Er verspricht unbegrenzten Speicherplatz für Nutzerdaten. Anwender können Dateien bis zu einer Größe von 5 TByte speichern und für andere freigeben, auch wenn kein aktueller Rechner eine Datei dieser Größe unterstützt. Firmen profitieren außerdem von Möglichkeiten für Berichtserstellung und und Sicherheitseinschränkungen. Die Verfügbarkeit gibt Google mit 99,985 Prozent an.

Für Branchen oder Regionen mit besonderen Vorschriften unterstützt Google Drive Sicherheitszertifizierungen wie FISMA, FERPA und HIPAA. Mit dem integrierten Google-Apps-Add-on Vault können Unternehmen Suchvorgänge ausführen, die sämtliche Inhalte in ihrem Drive-Konto berücksichtigen, und die Ergebnisse anschließend zu eDiscovery-Zwecken exportieren.

Die jüngsten Neuerungen sind dem Blogbeitrag zufolge eine Ansicht für Audits in der Administratorkonsole sowie eine Audit API, über die Partner ergänzende Anwendungen wie Data Loss Prevention realisieren können. Schon jetzt gebe es Werkzeuge von solchen Ökosystem-Partner, um Inhalte von beliebigen Orten in Drive hochzuladen, etwa altern File-Servern, lokalen festplatten oder anderen Clouddiensten, heißt es.

Als Referenzkunden nennt Google die Bekleidungskette Chico’s und Rockwell Collins, einen Elektronik-Zulieferer für Luftfahrt und Rüstungsindustrie. Sie nutzen Drive for Work für Kollaboration und Dokumentenspeicherung.

Bei den Kunden dürfte es sich vor allem um Bestandskunden von Google Apps handeln, die Drive for Work hinzubuchen. Neukunden lassen sich im Online-Storage-Markt, dessen Preise erkennbar gegen Null tendieren, mit einem Abodienst vermutlich nicht gewinnen. Vielmehr entwickelt sich Cloud-Storage zusehends zu einem Gratis-Add-on für andere Anwendungen und Dienste.

Der konkurrierende Cloud-Speicherdienst Box hatte Google bei seiner Anmeldung für einen – bisher aufgeschobenen – Börsengang als Konkurrenten erwähnt, ebenso wie Dropbox, Citrix, EMC und Microsoft. Nach eigenen Angaben hat Box aktuell mehr als 27 Millionen registrierte Nutzer und über 240.000 Firmenkunden. Neben Storage umfasst seine Cloud-Plattform auch Kollaborations- und Produktivitätslösungen.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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Themenseiten: Box, Dropbox, Google, Storage

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