Microsoft verbessert Speicherverwaltung von SharePoint Online

Der Speicher lässt sich nun automatisch an den Bedarf anpassen. Zuvor war nur eine manuelle Zuordnung möglich. Kunden können ab sofort außerdem bis zu 500.000 Websitesammlungen innerhalb einer Office-365-Domain anlegen.

Microsoft hat die Speicherverwaltung von SharePoint Online überarbeitet. Wie Computerworld berichtet, haben Administratoren nun mehr Kontrolle über den einer SharePoint-Website zugewiesen Speicher. Ziel es ist demnach, die Prozesse zu optimieren und die Verwaltung des Speichers für SharePoint Online innerhalb der Office-365-Suite flexibler zu gestalten.

Microsoft SharePoint 2013 (Bild: Microsoft)

Bisher war es dem Bericht zufolge nur möglich, einer Websitesammlung, also einer Gruppe zusammenhängender SharePoint-Websites, eine feste Speichermenge zuzuordnen. Dieser Speicher konnte nicht für andere Zwecke benutzt werden und lies sich auch im Nachhinein nicht mehr ändern. Wurden beispielsweise von 100 GByte zugeordnetem Speicher nur 20 GByte verwendet, standen die restlichen 80 GByte anderen SharePoint-Seiten nicht zur Verfügung.

„Websitesammlungen verwenden nicht länger nur reservierten Speicher“, schreibt Mark Kashman, leitender Produktmanager des SharePoint-Marketing-Teams, in einem Blogeintrag. „Stattdessen wird nur die tatsächlich verwendete Speichermenge auf das gesamte Kontingent angerechnet.“

Darüber hinaus können Administratoren nun zwischen einer manuellen und einer automatischen Speicherverwaltung wechseln. Im manuellen Modus können sie den Speicherplatz für Websitesammlungen festlegen, während der automatische Modus den Speicher an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Dabei wird das gesamte Speicherkontingent einer Office-365-Domain berücksichtigt.

Microsoft habe auch die Obergrenze für die Zahl der Websitesammlungen, die Kunden mit einer Office-365-Domain festlegen können, auf 500.000 erhöht, so Kashman weiter. Zuvor lag das Maximum bei 10.000. Er weist auch darauf hin, dass die Änderungen für den SharePoint-Online-Speicher nicht auf die 1 TByte Speicher angerechnet werden, die jedem Office-365-Nutzer auf OneDrive zur Verfügung stehen.

Die neue Speicherverwaltung gilt unter anderem für die Office-365-Ausgaben Enterprise E1, E3 und E4, Education A2, A3 und A4, Government G1, G3 und G4 sowie Midsize Business. Office 365 Small Business ist ausgenommen, weil es nur eine Websitesammlung unterstützt. Gleiches gilt aufgrund eines Limits von 100 GByte pro Seiten-Sammlung auch für Office 365 Government.

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Themenseiten: Business-Software, Microsoft, Office, Storage & Server

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