Nokia übernimmt einen Teil von Panasonics Providergeschäft

Die Wireless-Sparte stellt Mobilfunkausrüstung für Netzbetreiber her - darunter Basisstationen für UMTS und LTE. Dieser Bereich geht für eine unbekannte Summe an Nokia. Nokia Networks verspricht sich dadurch besseren Zugang zum japanischen Markt.

Nokia hat eine weitere Übernahme angekündigt. Zu einem unbekannten Preis kauft es einen Teil von Panasonics Wireless-Sparte, die Mobilfunkausrüstung für Netzbetreiber herstellt, und zwar die Basisstationen für UMTS- und LTE-Netze sowie verwandte Bereiche.

Nokia-Chairman Risto Siilasmaa (Bild: Nokia)Nokia-Chairman Risto Siilasmaa (Bild: Nokia)

Der Zukauf „wird unser Angebot bei Mobile Broadband weiter stärken“, erklärte Executive Vice President Ashish Chowdhary von Nokia Networks – der größten der drei Nokia verbleibenden Geschäftseinheiten nach dem Verkauf der Devices-Sparte an Microsoft. „Japan ist für uns ein Schlüsselmarkt, und mit dieser Vereinbarung schaffen wir engere Verbindungen nach Japan.“

Seine Netzwerksparte hatte Nokia im letzten Quartal mehrfach durch Übernahmen verstärkt. Im Juni kaufte es das australische Unternehmen Mesaplexx, das sich auf Funkentstörfilter spezialisiert hat. Im Juli folgten der US-Dienstleister SAC Wireless sowie eine Technologie für 3D-Ortung von Nice Systems.

SAC Wireless entwickelt, installiert und wartet verteilte Antennensysteme für den besseren Zugang zu Mobilfunknetzen in Sportstadien, Krankenhäusern, Regierungseinrichtungen und Unternehmen. Es zählt die großen US-Mobilfunkanbieter zu seinen Kunden.

Im Juni kündigte außerdem die Nokia-Tochter Here den Kauf des Predictive-Analytics-Spezialisten Medio Systems in Seattle an. Seine 70 Mitarbeiter sollen künftig für Here „kontextabhängige ortsbasierte Dienste entwickeln, anhand derer Menschen und Unternehmen Entscheidungen auf der Basis personalisierter und vorhersageorientierter Informationen treffen können“. Schon vorher übernahm Here das Start-up Desti, dessen Software den Kartendienst mit künstlicher Intelligenz und natürlicher Sprachverarbeitung verbessern soll.

Vor einer Woche hatte Nokia zudem die ersten Quartalszahlen ohne Handysparte vorgelegt und damit die Erwartungen übertroffen. Der Umsatz sank zwar um sieben Prozent auf 2,94 Milliarden Euro, der operative Gewinn betrug jedoch 284 Millionen Euro.

[mit Material von Jo Best, ZDNet.com]

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