Juniper trennt sich von Smartphone-Security-Lösung Junos Pulse

Der Investor Siris Capital zahlt dafür 250 Millionen Dollar. Das 2010 eingeführte Produkt umfasst Antiviren- und Antispam-Software für die Endgeräte, eine Firewall sowie Programme zur Fernüberwachung und -kontrolle. Es gibt auch eine Möglichkeit, ferngesteuert Daten zu sichern und wiederherzustellen.

Juniper Networks setzt seine Restrukturierung wie erwartet mit einem Verkauf der Mobile-Security-Sparte Junos Pulse fort. Anlässlich der jüngsten Quartalsmeldung kommunizierte es, von dem Investor Siris Capital 250 Millionen Dollar dafür erhalten zu haben.

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Die Ankündigung erfolgte während einer Telefonkonferenz mit Analysten durch CEO Shaygan Kheradpir. Schon im April hatte es Berichte über einen Verkauf der Sparte gegeben, den Juniper vorerst geheim halte.

Fürs zweite Geschäftsquartal bis 30. Juni meldete Juniper einen Nettogewinn von 221,1 Millionen Dollar oder 46 US-Cent je Aktie. Im Vorjahr hatte der Nettogewinn 97,9 Millionen Dollar betragen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 7 Prozent, von 864 Millionen auf 1,23 Milliarden Dollar.

„Juniper hat ein weiteres solides Quartal mit Umsatzwachstum abgeliefert und die Diversifizierung über unsere Zielbranchen hinweg fortgesetzt“, sagte Kheradpir. „Wir setzen unnachgiebig unseren Integrated Operation Plan um und haben erfolgreich diverse Initiativen gestartet, um unternehmensweit effizienter zu werden.“

Den Restrukturierungsplan hatte Kheradpur im Februar vorgestellt. Das Unternehmen plant, Investoren 3 Milliarden Dollar zurückzuzahlen. Es hat angekündigt, seine Belegschaft um 6 Prozent zu reduzieren, und auch schon den Markt für Application Delivery Controller verlassen. Es reagiert damit auf Druck einiger großen Aktionäre wie Elliott Management, die sich mit reiner Profitabilität nicht zufriedengeben wollten.

Diese Investoren-Aktivitäten drangen im Juli 2013 erstmals an die Öffentlichkeit, als CEO Kevin Johnson überraschend gehen musste – trotz hervorragender Ergebnisse. Die erwähnten Aktionäre hielten größere Gewinne für möglich. Dazu forderten sie eine Überprüfung der Strategie für Switches und Router sowie weniger Übernahmen. Auch ein Ausstieg aus dem Sicherheitsgeschäft wurde vorgeschlagen. Mit diesen Vorgaben sah sich Kheradpur konfrontiert, als er im November zum CEO berufen wurde.

Die jetzt verkaufte Junos Pulse Mobile Security Suite hatte Juniper 2010 als Komplettlösung für die Sicherheit von Smartphones vorgestellt. Sie enthält Antiviren- und Antispam-Software für die Endgeräte, eine Firewall sowie Programme zur Fernüberwachung und -kontrolle. Es gibt auch eine Möglichkeit, ferngesteuert Daten zu sichern und wiederherzustellen. Außerdem kann man mit Hilfe der Software verlorene oder gestohlene Geräte orten und ferngesteuert Daten löschen.

[mit Material von Tom Jowitt, TechWeekEurope.co.uk]

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