Skype 5.0 für Android erlaubt Zugriff auf Telefon-Adressbuch

Microsoft hat seine VoIP- und Messenger-Anwendung Skype für Android auf Version 5.0 aktualisiert. Nach dem Update ist es möglich, sein Telefon-Adressbuch mit Skype zu verbinden. „Bestätigen Sie bei Aufforderung Ihre Rufnummer, und Ihre Freunde werden in den Skype-Kontakten angezeigt“, heißt es dazu in der Versionsbeschreibung in Google Play.

Mit der Funktion will es Microsoft Nutzern erleichtern, Kontakte aus dem Telefon-Adressbuch in Skype zu finden, die ebenfalls den Messaging-Dienst nutzen. Ähnlich macht es das inzwischen zu Facebook gehörende WhatsApp.

Skype 5.0 für Android fragt nach, ob das Telefon-Adressbuch mit Skype abgeglichen werden soll (Bild: Microsoft).Skype 5.0 für Android fragt nach, ob das Telefon-Adressbuch mit Skype abgeglichen werden soll (Bild: Microsoft).

Künftig fragt die neue Skype-Version nach der eigenen Telefonnummer, um sie zu verifizieren. Anschließend sucht sie in regelmäßigen Abständen nach übereinstimmenden Kontakten in Skype und dem Adressbuch des Nutzers. Diese werden anschließend in der Kontaktliste der Skype-App angezeigt. Zugleich versichert Microsoft, Telefonbuch-Kontakte, die noch kein Skype-Konto haben, nicht mit Spam zu belästigen.

Wer sich mit seinem Microsoft-Konto bei Skype anmeldet, erhält innerhalb der App auch automatisch Zugriff auf das Adressbuch anderer Microsoft-Produkte wie Outlook.com oder Windows 8. In den Einstellungen der Skype-App kann die automatische Synchronisierung mit den Adressbüchern des Telefons oder des Microsoft-Kontos jederzeit ausgeschaltet werden. Hier lässt sich auch die mit dem Skype-Account verknüpfte Telefonnummer ändern oder vollständig deaktivieren, falls man nicht über diese Nummer gefunden werden will. Generell ist die Nummer nicht über das öffentliche Skype-Profil einsehbar.

Die neue Adressbuch-Funktion steht zunächst nur unter Android zur Verfügung. Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben aber daran, sie in den nächsten Monaten auch auf andere Plattformen zu bringen.

Skype 5.0 für Android kann ab sofort kostenlos aus Googles Play Store heruntergeladen werden. Die Größe des Downloads und die vorausgesetzte Android-Version variiert je nach Gerät.

Erst kürzlich hatte Microsoft angekündigt, Skype auch auf Amazons Fire Phone verfügbar zu machen. Das Look and Feel soll an die Oberfläche des Amazon-Smartphones angepasst sein. Ein Widget wird einen schnellen Überblick über Chats und neue Benachrichtigungen bieten, ohne die App starten zu müssen.

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3 Kommentare zu Skype 5.0 für Android erlaubt Zugriff auf Telefon-Adressbuch

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  • Am 30. Mai 2015 um 15:37 von Martin Keller

    Vielen Dank für diesen Artikel. Heute hatte ich beim Öffnen von Skype genau den im Artikel abgebildeten Bildschirm, allerdings OHNE den rechts oben abgebildeten Button „not now“. Ich habe keinerlei Möglichkeit, der „Einladung“, mein Adressbuch abzugleichen, direkt zu widersprechen. Um überhaupt wieder in die Skype-Hauptseite zu gelangen, muss ich dem zustimmen, das empfinde ich als absolute Frechheit. Eine Änderung in den Einstellungen, um dem automatischen Abgleich zu widersprechen, ist erst nach dem erstmaligen abgleich möglich.

    Es wird aber noch besser: Ich verwende dieses alte Smartphone ausschließlich zum Skypen und habe dort keine Mobilfunknummer. Dies ist anscheinend bei Skype nicht vorgesehen, denn es kommt eine Abfrage meiner Rufnummer, die ich nicht umgehen kann. Sprich, Skype ist für mich jetzt nicht mehr nutzbar. Schöne neue Internet-Welt…

    • Am 30. Mai 2015 um 18:54 von PeerH

      Für solche Zweicke einfach irgend eine Prepaid Nummer (z.B. von Fonic, Guthaben verfällt nie) besorgen – diese dann angeben. Dann klappt zwar das Matching nicht, weil niemand die Nummer kennt, aber das ist doch egal. Manuelle Auswahl ist doch eh besser. ;-)

  • Am 11. Februar 2016 um 22:15 von Peter Steier

    Ich bin zahlender Skype user (ja, das gibts), und ich will meine Android Kontakte nicht an Microsoft weitergeben. Ich dürfte es auch aus Datenschutzgründen gar nicht, ich müsste alle meine Bekannten um Erlaubnis bitten. Ganz einfach. Microsoft zerstört für mich Skype.

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