Blackberry stellt ehemaligen Sybase-Manager als neuen COO vor

Wie CEO John Chen hat Marty Beard einst dem Datenbankspezialisten bei der Rückkehr in die Profitabilität geholfen. Bei Blackberry ist er ab sofort für Marketing, Anwendungsentwicklung und auch die Qualitätskontrolle verantwortlich. Die Position war neun Monate lang vakant gewesen.

Blackberry hat sich entschlossen, die Position des Chief Operating Officer doch wieder zu besetzen. Marty Beard war – wie auch der für die laufende Reorganisation zuständige CEO John Chen – früher für Sybase tätig, dem eine unerwartete Kehrtwende gelang, bevor es 2012 schließlich an SAP verkauft wurde.

BlackBerry

Zuletzt war Beard aber CEO von LiveOps, einem Hersteller von Cloud-Anwendungen für Callcenter. Bei Sybase hatte er als President fungiert, noch früher war er Vice President der E-Commerce-Gruppe von Oracle. Als COO von Blackberry wird er für Marketing, Anwendungsentwicklung und auch für die Qualitätskontrolle verantwortlich sein. Er hat die Stelle mit Beginn dieser Woche angetreten.

Chen kommentiert: „BlackBerry stellt weiterhin gute Leute ein. Marty besitzt umfassende Kenntnisse von Betriebsabläufen, Marketing und wie man Kunden mit den bestmöglichen Technologien und Prozessen bedient.“ Kürzlich hatte er übrigens die Wahrscheinlichkeit, dass Blackberry überlebt, mit 80 Prozent angegeben – nachdem er früher immer von einer Fifty-Fifty-Chance gesprochen hatte.

Kurz nach Chens Amtsantritt als CEO, im November, hatte der bisherige COO Kristian Tear seine Stelle geräumt. Tear war ein Vertrauter des CEO-Vorgängers Thorsten Heins gewesen und von diesem an Bord geholt worden.

Mit den Tastatur-Smartphones Blackberry Classic und Passport will der Konzern in den nächsten Monaten ein Comeback als Hardwareanbieter feiern. Als Standbeine gelten inzwischen aber die Messenger-Applikation und vor allem die Mobilgeräteverwaltung (EMM). Im letzteren Segment muss sich Blackberry mit neuer Konkurrenz auseinandersetzen: IBM und Apple haben sich zusammengetan, um einen auf die Bedürfnisse von Unternehmen abzielenden Mobil-Dienst für iPhone und iPad einzuführen. Auch Druck durch Samsung Knox und das von Blackberry zuletzt in einem Blogbeitrag angegriffene Blackphone scheint die Lage des kanadischen Konzerns nicht zu vereinfachen.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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