Adobe verspricht auch nach Abo-Ende vollständigen Zugriff auf Lightroom-Fotos

Das bestätigte der zuständige Produktmanager Tom Hogarty jetzt in einem Blogeintrag. Allerdings müssen Anwender, die ihr Abo kündigen, auf einige Funktionen verzichten. Dazu gehört auch die Synchronisation mit Mobilgeräten über die Creative Cloud.

Mit der jüngsten Version seiner Bildbearbeitungs- und Verwaltungssoftware Lightroom hat Adobe frühere Überlegungen umgesetzt, Nutzern dauerhaften Zugriff auf ihre Fotos einzuräumen, auch wenn sie ihr Abonnement kündigen. Das hat der verantwortliche Produktmanager Tom Hogarty jetzt noch einmal in einem Blogeintrag bestätigt.

Einige Fotografen, die kein neues Abonnement für Lightroom abschließen wollen, zeigten sich zuletzt besorgt, dass sie den Zugriff auf ihren Fotokatalog verlieren könnten. Das wird mit der im Juni veröffentlichten Lightroom-Version aber definitiv nicht der Fall sein, auch wenn sie nach Ablauf ihres Abos auf manche Bearbeitungsfunktionen und die Möglichkeit verzichten müssen, ihre Bilder mit Geodaten zu verknüpfen.

Adobe Lightroom (Screenshot: Stephen Shankland/CNET)Adobe Lightroom (Screenshot: Stephen Shankland/CNET)

„Mit Lightroom 5.5 wird zum Ende der Mitgliedschaft die Desktop-Anwendung weiterhin starten und Zugriff auf verwaltete Bilder in Lightroom geben sowie auf auf Diashows, Web-, Buch- oder Print-Kreationen, die in mühevoller Kleinarbeit erstellt wurden“, schreibt Hogarty. „Die Entwicklungs- und Kartenmodule werden deaktiviert, um zu signalisieren, dass die Mitgliedschaft endet und erneuert werden muss, um weiterhin Innovationen von Adobe in diesen Bereichen zu erhalten. Der Zugang zu Lightrooms mobilen Workflows wird ebenfalls nicht mehr funktionieren.“

Auf dem iPad und iPhone (eine Android-Version ist noch in der Entwicklung) stehen Lightroom-Nutzern einige Bearbeitungsfunktionen und die Synchronisation mit ihrem Katalog auf dem PC zur Verfügung. Die Synchronisierung erfolgt über Adobes Creative-Cloud-Dienste. Lightrooms hauptsächlich eingesetztes Bibliotheksmodul, das Anwendern das Hinzufügen von Untertiteln und Titeln zu ihren Fotos erlaubt, sowie das Organisieren und Exportieren enthält ebenfalls einige grundlegende Bearbeitungsfunktionen. Diese werden ebenfalls weiter funktionieren, betont Hogarty.

Mit den Änderungen versucht Adobe offenbar, die zahlreichen Kritiker seiner Creative Cloud zu besänftigen. Zwar stieg die Zahl der Abonnements zuletzt stetig an – Ende Mai zählte das Unternehmen 2,308 Millionen Abos, die einen regelmäßigen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar im Jahr einbringen -, aber lautstarke Stimmen beschwerten sich darüber, dass die Software nicht mehr funktioniert, wenn man nicht weiter dafür zahlt.

Adobe bietet Lightroom in zwei Varianten an: Erstens kann es auf herkömmlichem Weg mit einer dauerhaften Lizenz gekauft werden. Dies bedeutet, dass die Software weiterhin funktioniert, aber keine Updates inbegriffen sind. Zweitens kann über die Creative Cloud ein Abo abgeschlossen werden, in dessen Rahmen der Nutzer monatlich für die jüngste Version der Adobe-Software zahlt. Das vollständige Abo für alle Adobe-Produkte kostet 50 Dollar pro Monat, wer nur Lightroom und Photoshop haben will, zahlt 10 Dollar pro Monat (Photoshop Photography Program).

Diejenigen, die eine dauerhafte Lightroom-Lizenz erworben haben und sich anschließend für das Photoshop Photography Program anmelden, werden laut Hogarty weiterhin Zugriff auf alle Funktionen der Lizenzversion haben. Außerdem stellte der Produktmanager klar, dass Adobe auch nach wie vor klassische Lizenzversionen anbieten wird. Das gilt zumindest für Lightroom, nicht aber für die jüngste Version von Photoshop.

[mit Material von Stephen Shankland, News.com]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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