Oculus VR kauft RakNet und kündigt Entwicklerkonferenz an

RakNets Werkzeuge zur Spieleentwicklung macht es unter einer modifizierten BSD-Lizenz als Open Source verfügbar. Die Konferenz "Oculus Connect" findet im September in Los Angeles statt. Auf dem Programm stehen Keynotes, Workshops und Austauschmöglichkeiten für Entwickler.

Der inzwischen zu Facebook gehörende Virtual-Reality-Spezialist Oculus VR hat mit RakNet einen Anbieter von Networking Middleware übernommen. RakNets Tools zur Spieleentwicklung sind sowohl bei unabhängigen Entwicklern wie Oculus als auch Firmen wie Mojang und Sony Online Entertainment beliebt, weil sie eine Vielzahl von Netzwerktypen unterstützen.

Oculus Rift (BIld: News.com)

Außerdem kündigte Oculus VR an, RakNets C++-Klassenbibliothek als Open Source zu veröffentlichen. Sie steht ab sofort über Oculus‘ GitHub-Repository unter einer modifizierten BSD-Lizenz zur Verfügung. Denselben Lizenztyp vewendet auch Facebook für seine Open-Source-Projekte.

Der Kauf von RakNet macht deutlich, dass Oculus nach seiner eigenen umstritten Übernahme durch Facebook für 2 Milliarden Dollar weiterhin relativ unabhängig agiert. Im Juni hatte es schon die Carbon Design Group übernommen, die etwa für die Produktentwicklung des Bewegungssensors Kinect für Microsofts Xbox 360 zuständig war. Der Kaufpreis wurde bei beiden Transaktionen nicht genannt.

Um mehr Software-Entwickler von seiner VR-Technik zu überzeugen, wird Oculus im Herbst seine erste Developer Conference ausrichten. Die „Oculus Connect“ wird vom 19. bis 20. September in Los Angeles stattfinden. Auf dem Programm stehen Keynotes von CEO Brendan Iribe, Gründer Palmer Luckey, CTO John Carmack und Chief Scientist Michael Abrash. Außerdem gibt es Workshops und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Oculus-Entwicklern. Das Platzangebot ist begrenzt.

„In den vergangenen zwei Jahren wurden mehr Virtual-Reality-Inhalte entwickelt als in den letzten beiden Jahrzehnten, und das ist ein direktes Ergebnis der unglaublichen Arbeit der Community“, heißt es im Oculus-VR-Blog. Das Unternehmen ist auch zwingend auf die Unterstützung der Entwickler angewiesen, wenn seine VR-Brille ein Erfolg werden soll. Denn die neue Hardware setzt auch extra angepasste Software voraus.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com, und Ian Sherr, News.com]

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Themenseiten: Facebook, Oculus VR, Übernahmen

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