Yahoo stellt acht Produkte ein – inklusive Xobni

Den Adressbuch-Konvergenzdienst hatte es erst vor einem Jahr übernommen. Ebenfalls geschlossen werden People Search, Voices, Shine und das Contributor Network. Von der Fokussierung auf Flickr und Tumblr erhofft sich der Konzern mehr Erfolg in den Kernbereichen Suche, Kommunikation, digitale Magazine und Video.

Im Rahmen seiner Bemühungen, seine Angebote zu sortieren und zu fokussieren, hat Yahoo das Aus für acht Produkte bekannt gegeben, darunter People Search, der Adressbuch-Konvergenzdienst Xobni und andere Services mit überschaubarer Nutzerzahl. Von der Fokussierung auf Flickr und Tumblr erhofft sich der Konzern mehr Erfolg in vier Kernbereichen: Suche, Kommunikation, digitale Magazine und Video.

Yahoo-Zentrale (Bild: Richard Nieva / CNET)

Während der Großteil der Dienste, die in diesem Jahr dem Rotstift zum Opfer fallen, nur wenig genutzt wurden, kommt das Aus für Xobni doch überraschend. Schließlich hatte Yahoo das „smarte Adressbuch“ erst vor genau einem Jahr für geschätzte 30 bis 40 Millionen Dollar übernommen.

Damals war nicht die Rede davon, dass Xobni eingestellt werden soll. Jay Rossiter, Senior Vice President von Yahoos Cloud Platform Group, geht in einem Blogeintrag auch nicht weiter auf die Beweggründe ein. Er merkt allerdings an, dass viele „Xobni-ähnliche“ Funktionen inzwischen in Yahoo Mail integriert wurden, etwa automatische Vorschläge oder Mail-Suche nach Personen. Zudem durchgringe Xobnis Technik „weiterhin aktuelle und künftige Nutzererfahrungen“.

Seit gestern werden keine Anfragen an Xobnis Server und von Xobni- sowie Smartr-Clients mehr verarbeitet. Nutzer der Xobni-Cloud haben bis 20. August Zeit, ihre Daten zu exportieren, bevor sie dauerhaft gelöscht werden.

Zum 30. April hatte Yahoo schon das Umstyling-Tool Newlook Service und Research Reports von Yahoo Finance eingestellt. Der Lesezeichendienst booksmarks.yahoo.com wurde zum 26. Mai geschlossen, die Funktion findet sich seitdem nur noch in der Yahoo Toolbar für Firefox und Internet Explorer. Für Chrome wurde die Toolbar aufgrund von Änderungen an Googles Richtlinien aus dem Chrome Web Store entfernt und durch die Yahoo-Erweiterung für Chrome ersetzt.

Das ebenfalls eingestellte People Search bezeichnete Rossiter als „erloschene Verzeichnisseite, die nicht mehr nützlich ist“. Die Yahoo-Suche biete dieselben Funktionen. Yahoo Shine, eine Plattform für digitale Magazine, wird am 31. Juli dicht machen. Die Magazine selbst, wie Yahoo Beauty und Yahoo Travel, werden aber weiter bestehen.

Schließlich stellen auch Yahoo Voices und Yahoo Contributor Network zum 31. Juli beziehungsweise 31. August ihren Dienst ein. Bezahlte Artikelschreiber für das Netzwerk sind aufgefordert, künftig via Tumblr zu veröffentlichen, auch wenn Yahoo sie laut einer FAQ künftig nicht mehr entlohnen wird.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

Themenseiten: Internet, Strategien, Yahoo

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1 Kommentar zu Yahoo stellt acht Produkte ein – inklusive Xobni

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  • Am 7. Juli 2014 um 15:39 von Eve

    Die Truppe kann ganz dicht machen. Yahoo hat so viele Skandale durch, Passwort-, Datenklau, fingierte Beiträge auf den Kommentarseiten, Manipulation der Kommentare, des Votings, unangekündigte und grundlose Löschung von Accounten – damit alles weg, Adressen, Fotos, Privates, Bewerbungsunterlagen – alles weg. Auf den Kommentarseiten massenhaft rassistische Hetze, Rechtsradikale Parolen, Beiträge, die die Menschenwürde tief verletzen, alle Beschwerden führen immer nur zu Löschung der Beschwerdeführer. Yahoo ist und bleibt – sch.ei …

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