Opera Software kauft Videoanzeigen-Plattform AdColony

Sie soll das mobile Anzeigengeschäft stärken. Der Kaufpreis beträgt bis zu 350 Millionen Dollar, von denen Opera 75 Millionen direkt in bar zahlt und den Rest erfolgsabhängig zu einem späteren Zeitpunkt. AdColony-CEO Will Kassoy wird zusätzlich Chief Marketing Officer bei Opera Mediaworks.

Opera hat die Übernahme der Videoanzeigen-Plattform AdColony bekannt gegeben. Damit will der norwegische Software-Entwickler seine Advertising-Abteilung Opera Mediaworks stärken. Sowohl für Anzeigenkunden als auch für Publisher böten sich mehr Möglichkeiten durch die auf den Mobilbereich ausgerichteten Ad-Server.

Opera sieht großes Wachstumspotential bei mobiler Videowerbung (Bild: Opera Mediaworks).

Für das US-Unternehmen will Opera insgesamt 350 Millionen Dollar zahlen. Die Summe setzt sich aus 75 Millionen Dollar in bar und einer möglichen Earn-Out-Zahlung in Höhe von 275 Millionen Dollar zusammen, die zu einem späteren Zeitpunkt erfolgsabhängig geleistet wird.

AdColony hat sich zu einem bedeutenden Player im wachsenden Markt für mobile Videowerbung entwickelt, was es laut Opera-CEO Lars Boilesen zu einer idealen Ergänzung von Mediaworks macht. „Opera wächst schnell und wir suchen stetig nach Möglichkeiten, bestmögliche Services auf den Markt zu bringen“, sagte er. „Diese Akquisition erweitert unsere Dienste um eine starke Spezialisierung auf Mobile Video – dem am schnellsten wachsenden Segment des mobilen Werbemarkts.“

Nach Angaben von Opera wird AdColony seine bestehenden Kunden auch nach Abschluss der Übernahme weiterhin unterstützen. Will Kassoy bleibt CEO von AdColony und übernimmt zusätzlich den Posten des Chief Marketing Officer bei Opera Mediaworks.

In einer Stellungnahme zur Akquisition sagte Kassoy: „Opera Mediaworks teilt unsere Vision, das mobile Ökosystem zu verbessern und die qualitativ hochwertigste Mobile-Video-Erfahrung zu liefern. Unsere scharfe Fokussierung auf die Nutzererfahrung mobiler Apps, kombiniert mit dem weltweit stark zunehmenden Mobile-Video-Konsum, hat uns nach vorne katapultiert und zum Ansprechpartner für App-Entwickler sowie Werbetreibende gemacht.“

Zur Stärkung seines Mobilanzeigengeschäfts hatte Opera Anfang Mai schon das deutsche Anzeigennetzwerk apprupt übernommen, das es als unabhängige Geschäftseinheit für Deutschland weiterbetreibt. Auch wenn Opera weiter vor allem für seine Browser bekannt ist, spielt das Werbegeschäft inzwischen den größten Umsatzanteil ein – im abgelaufenen Quartal waren es 31 Millionen Dollar. Insgesamt meldete das Unternehmen für das erste Fiskalquartal 2014 Einnahmen von 87 Millionen Dollar. Es erwartet einen Jahresumsatz von 390 bis 410 Millionen Dollar.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

Themenseiten: Marketing, Opera Software, Video, Übernahmen

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