Oracle stärkt Services-Cloud durch Zukauf von LiveLook

Die Screen-Sharing-Lösung soll in den Angeboten für Web Customer Service und Cross-Channel Contact Center zum Einsatz kommen. Oracle verfolgt das Ziel, zum führenden Cloudanbieter aufzusteigen. Gestern war es mit Zahlen fürs vierte Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Oracle teilt mit, dass es LiveLook gekauft hat – einen Anbieter, der auf Techniken für Kollaboration und Screen-Sharing spezialisiert ist. Seine Lösung soll direkt in Oracles Cloud-Angebote integriert werden. Ein Preis wurde nicht genannt.

LifeLook-Integration (Folien: Oracle)

Mit der Technik lassen sich Kunden- und Nutzerprobleme sowohl im Web als auch auf Mobilgeräten lösen. Der geringere Aufwand schlägt sich direkt in geringeren Servicekosten nieder. Oracle betont außerdem, dass rund 100 seiner Kunden ohnehin schon LiveLook einsetzen. LiveLooks Website zufolge sind Accenture, CapitalOne und Match.com darunter.

Oracle unterstreicht damit seine im Anschluss an die jüngsten Quartalsergebnisse öffentlich gemachte Strategie: Es will zum führenden Cloudanbieter aufsteigen. Mit der Übernahme von LiveLook verstärkt es sich vor allem im Servicebereich. Einer Folie zufolge soll die Lösung in den Angeboten für Web Customer Service (also Kundendienst im Web) und Cross-Channel Contact Center zum Einsatz kommen.

Für sein viertes Fiskalquartal hatte Oracle gestern enttäuschende Nettoeinnahmen in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar oder 80 Cent je Aktie gemeldet. Die Non-GAAP-Einnahmen beliefen sich auf 92 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 11,3 Milliarden Dollar, was im Jahresvergleich einen Zuwachs von 3 Prozent bedeutete. Die Wallstreet hatte auf 95 Cent je Aktie bei 11,48 Milliarden Dollar gehofft.

Oracle

Das Unternehmen nannte als einen Grund einen „betriebsfremden Verlust, der durch veränderte Wechselkurse in Venezuela verursacht wurde“. Dadurch allein hätten sich GAAP- und Non-GAAP-Einkünfte um jeweils zwei Cent je Aktie vermindert.

Vor zwei Tagen hatte Bloomberg außerdem über exklusive Übernahmeverhandlungen zwischen Oracle und Micros Systems berichtet. Oracle biete über 5 Milliarden Dollar, hieß es. Ein Abschluss sei zwar nahe, wie schon einmal vor sechs Jahren könnten die Gespräche aber noch in letzter Minute scheitern. Micros mit Sitz in Maryland bietet Cloud-Software für Gastgewerbe, Handel und Veranstaltungen an.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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Themenseiten: Business-Software, Oracle, Übernahmen

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