Jony Ive: Steve Jobs‘ Werte haben weiterhin Bestand

Laut Apples Chefdesigner hat sich seit dem Führungswechsel nichts geändert. Unter Cook habe das Unternehmen nichts von seiner Innovationskraft eingebüßt. Produkte würden erst veröffentlicht, wenn man damit zufrieden sei - auch wenn es allen schwer falle, geduldig zu bleiben.

Apples Chefdesigner Jony Ive hat im Gespräch mit der New York Times betont, dass sich unter der Führung von Tim Cook an der von Steve Jobs eingeführten Firmenphilosophie „nichts geändert“ habe. Auf die Frage nach dem Designprozess und dem unermüdlichen Streben nach Innovationen antwortete er: „Steve hat eine Reihe von Werten etabliert, ebenso wie Leitgedanken, die weiterhin in vollem Umfang Bestand haben.“

Apple-CEO Tim Cook (Bild: James Martin / CNET.com)Apple-CEO Tim Cook (Bild: James Martin / CNET.com)

Seit Tim Cook nach dem Tod des Apple-Mitgründers 2011 die Leitung des iPhone-Herstellers übernahm, sieht er sich unausweichlichen Vergleichen mit Jobs ausgesetzt. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wird er wohl nie als „Herz und Seele“ von Apple gelten. Jedoch habe das Unternehmen unter Cooks Führung nichts von seiner Innovationskraft eingebüßt, so Ive. „Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass sich irgendetwas geändert hat.“

Für viele erscheint dies glaubhaft. Unter Cooks Leitung hat Apple nicht übereilt eine Smartwatch oder einen Notebook-Tablet-Hybrid herausgebracht, nur um Analysten zufrieden zu stellen. Auch wenn die Öffentlichkeit ständig etwas Neues fordert, bleibt das Unternehmen seiner Linie treu, Produkte erst dann zu veröffentlichen, wenn es selbst damit zufrieden ist. Nach Informationen der New York Times soll der Start von Apples lang erwarteter iWatch aber noch in diesem Jahr erfolgen.

Laut Ive gibt es innerhalb des Unternehmens dasselbe Problem mit der Geduld wie außerhalb: „Die Leute fühlten genauso, als wir am iPhone gearbeitet haben“, so der Chefdesigner. „Es ist für uns alle schwer, geduldig zu sein. Es war schwer für Steve. Es ist schwer für Tim.“

In ihrem Porträt über Tim Cook schreibt die New York Times, dass der aktuelle Apple-Chef weniger in die Produktentwicklung involviert sei als sein Vorgänger. Das gelte insbesondere für das iWatch-Projekt, wie damit vertraute Quellen berichten. Statt sich selbst mit den Details der Produktentwicklung zu befassen, habe er viele Aufgaben an Ive und andere Führungskräfte delegiert.

[mit Material von Chris Matyszczyk, News.com]

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Themenseiten: Apple, IT-Jobs, Steve Jobs, iWatch

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20 Kommentare zu Jony Ive: Steve Jobs‘ Werte haben weiterhin Bestand

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  • Am 16. Juni 2014 um 12:56 von Dieterdreist

    soso, ich weiß nicht, ob es unter Steve auch so lange gedauert hätte, dass Apple überhaupt mal einen Kommentar zum Problem der MacBookPro 2011 abgegeben hätte (bisher haben sie das noch nicht). Bei denen versagt der dedizierte Graphikchip aufgrund von Hitze, der zugehörige Thread im Apple Support Forum ist trotz heftiger Löschaktivitäten schon über 414 Seiten lang: https://discussions.apple.com/message/26048799?ac_cid=tw123456#26048799 bei change.org gibt es eine Petition mit über 5000 Unterzeichnern
    und die „Genies“ vom Apple Support behaupten immer noch, das Problem sei unbekannt. Andere User haben als Antwort erhalten, es sei normal, dass der Rechner nach 2-3 Jahren kaputt gehe. Nicht gerade Premium, wie Apple da mit seinen Kunden umgeht. Augenscheinlich handelt es sich um einen Designfehler (werden zu heiß), aber Apples Antwort ist, kostenpflichtig das Logic Board zu tauschen (ca. 600 EUR), obwohl das nach kurzer Zeit bei vielen wieder zum selben Problem führt (logischerweise, da es ein Designfehler ist).

    • Am 16. Juni 2014 um 17:21 von Alle Wochen wieder ...

      … derselbe Kommentar? Nun ja. Wenn Du meinst, dass der MS CEO sich um jeden echten und vermeintlichen Bug selber kümmert, dann kannst Du das natürlich auch von Apple erwarten – aber ich glaube, auch Jobs hätte das eher weniger interessiert. ;-)

    • Am 16. Juni 2014 um 18:05 von black

      Das „unterschreibe“ ich auch; die Apple-Ignoration einiger sehr oft auftretende Probleme ist eine absolute Frechheit. Die sollten ihre „Innovationskräfte“ mal etwas mehr auf längere funktionelle Haltbarkeit ihrer Produkte konzentrieren.

      Aber: wer weit oben ist; fällt irgendwann auch sehr tief wenn nicht aufgepasst wird und die Kunden wie Vollidioten behandelt werden. Man schaue auf Nokia. Noch Fragen?

    • Am 16. Juni 2014 um 18:43 von punisher

      Der Jobs hätte dann erklärt, das man den Laptop falsch benutzt und es deswegen überhitzt ;) Wäre ja nicht das erste mal…

      • Am 16. Juni 2014 um 22:17 von Stimmt ...

        … Fehler passieren immer nur bei Apple. Mann, seid ihr peinlich. ;-)

        http://www.zdnet.de/88195893/microsofts-juni-patches-koennen-office-2013-lahmlegen/#comment-519628

        Ist sicher mal tragisch, wenn einer sich nicht gut aufgehoben fühlt. Dann kauft er beim nächsten mal eben woanders. Die Kundenzufriedenheit bei Apple von >90% zeigt aber, dass das eher eine Ausnahme ist

        Wenn ihr euch daran erfreuen wollt, nur zu. ;-)

        • Am 17. Juni 2014 um 0:10 von punisher

          Keiner hat gesagt, das diese nur bei Apple passieren ;)

          • Am 17. Juni 2014 um 8:07 von Hi, hi...

            …nicht wortwörtlich, ja. Aber nur wenn Apple einen Fehler macht, gibt es hier von den üblichen (nick)namentlich bekannten Kommentatoren obsessiv und ausführlich Kontra.

  • Am 17. Juni 2014 um 8:23 von punisher

    Achso, der Prediger von Offenheit und Genauigkeit nimmt jetzt selbst schon Sachen an, die nirgends stehen =)
    Welche üblichen Verdächtigen meinst du denn?

    • Am 17. Juni 2014 um 10:51 von Hi, hi...

      …ich sag‘ ja, wurde nicht genau so behauptet, dass nur Apple Fehler macht (zumindest nicht von den üblichen Kommentatoren, der Einleitungskommentar lässt eine solche Interpretation durchaus zu). Allerdings fehlt die Aufruhr, wenn es mal nicht Apple ist, mit dem Fehler.

      • Am 17. Juni 2014 um 15:39 von punisher

        Ja meine ich ja, wenn ich was interpretiere werde ich angefahren von dir und jetzt interpretierst du aber selbst!
        Und zum ersten Kommentar. Ich habe nach 5 Jahren, also 3 Jahre nach Garantie, mein Mainboard im Laptop ersetzt bekommen, weil es ein Produktionsfehler in einer Charge gab. Und rate mal welche Firma das war? Nicht Apple und ich habe auch nichts von „nach 5 Jahren gehen solche Geräte eben kaputt“ zu hören bekommen.

        • Am 17. Juni 2014 um 16:32 von Hi, hi...

          …du liebe Güte! *seufz*
          Ich fahre eher seltener jemanden an, weder körperlich noch verbal! Wobei letzteres öfter vorkommt als das erste.
          Interpretationen sind subjektiv behaftet. Als solche greife ich diese im Normalfall auch nicht an. Höchstens, wenn eine Interpretation auf falschen Basisdaten beruht.
          Ich habe Dir im Übrigen zugestimmt, dass (zumindest bei diesem Beitrag) niemand direkt behauptet hat, dass nur Apple Fehler macht. Natürlich macht Apple Fehler. Und in der heutigen Zeit sogar mehr als noch vor wenigen Jahren. Der TE lässt sich aber sehr ausführlich darüber aus, was Apple alles falsch macht. Ich habe dann dem Namenlosen lediglich noch hinzugefügt, dass die Fehlertoleranz einiger Bekannter hier anderen Firmen als Apple gegenüber wesentlich größer ist. (Würdest Du das abstreiten wollen?)
          Ich z. B. habe mit meinen wenigen, vergleichsweise betagten Applegeräten noch keine Probleme gehabt, es musste noch keines zu irgendeiner Reparatur.

          • Am 17. Juni 2014 um 20:38 von punisher

            Nein, abstreiten würde ich das nicht. Mir fällt auf Anhieb kein Unternehmen ein, das keine Fehler macht.
            Ja die alten betagte Qualität war mal und wird so schnell nicht wiederkommen ( bei keinem Unternehmen, bevor och falsch verstanden werde;) )

  • Am 17. Juni 2014 um 9:12 von Judas Ischias

    @Hi,Hi,
    das mit dem kommentieren von den „üblichen (nick)nament-
    lich bekannten Kommentatoren ist aber kein Alleinstellungsmerkmal der Nicht-Appler, sondern aus deiner Fraktion gibt es auch die üblichen Verdächtigen. Besonders dieser ein bis zwei Kommentatoren , die bei jedem Bashing gegen Google, Samsung oder Windows dabei sind. Die machen es sich natürlich einfach, indem immer ein anderer „Name“ genommen wird.;-)
    Deshalb sind dir dann die „bekannten Namen“ auch besser im Gedächtnis.

    • Am 17. Juni 2014 um 10:55 von Hi, hi...

      …richtig! Aber das Problem ist, es lässt sich schwer nachweisen, dass es immer „die ein bis zwei“ sind und schon gar nicht genau, wer es ist.

  • Am 17. Juni 2014 um 10:27 von Judas Ischias

    @Stimmt, ich habe aber noch nie gesehen, dass der oberste Chef von einer anderen Firma sich höchstpersönlich filmen lässt, um den Kunden zu erklären wie man sein Gerät richtig zu halten hat, damit es wieder gut funktioniert. =)

    • Am 17. Juni 2014 um 10:57 von Hi, hi...

      …vielleicht haben die anderen Firmenchefs einfach nur keine Ahnung von ihren eigenen Produkten!? ;-)

      • Am 17. Juni 2014 um 13:18 von Judas Ischias

        Die Geräte der anderen Firmen sind so gut, da braucht es eben keine Erklärungen wie sie zu benutzen sind.-)

        • Am 17. Juni 2014 um 14:22 von Hi, hi...

          …willst Du etwa damit sagen, bei den Androiden gehört der Lautsprecher auch an’s Ohr??? :-)

  • Am 17. Juni 2014 um 12:18 von hamster

    „…Jedoch habe das Unternehmen unter Cooks Führung nichts von seiner Innovationskraft eingebüßt…Start von Apples lang erwarteter iWatch aber noch in diesem Jahr..“

    bin doch sehr gespannt, was uns apple als innovation verkaufen wird. legt apple keinen technischen quantensprung hin, dann dürfte die iwatch, außer bei äpfeln, nur schwer als innovation durchgehen :D

    • Am 17. Juni 2014 um 19:42 von Wir werden sehen ...

      Tatsache ist jedenfalls, dass Samsung seine ‚Smartwatch verschenken muss (Dreingabe bei Tabletkauf), und dass diese ‚Innovation‘, wie auch die entsprechenden Uhren von Sony etc. zumindest für größere Verkaufszahlen bei weitem nicht gut genug waren.

      Auch in bin gespannt, was herauskommen wird … wenn es denn überhaupt eine geben wird … zumindest vom Design erwarte ich mir dann deutlich mehr, als die verschraubten Smart Watches, die eher an das Design der 80er erinnern.

      Und ich bin gespannt, wie schnell es dann ähnliche Design Entwürfe von den Mitbewerbern geben wird, und Geräte, die ähnliche Funktionen bieten. Das wird auch spannend zu sehen. Zumal ja alle bereits ihre Vorstellungen einer ‚Smart Watch‘ präsentiert haben. Da führt dann ohne Gesichtsverlust kein Weg mehr zurück. :-)

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