Update für Google Glass: Benachrichtigungen erfordern kein Nicken mehr

Mit "Notification Glance" lassen sie sich nach einer Kalibration durch eine Augenbewegung aufrufen. Damit fällt eine in der Öffentlichkeit bisweilen irritierende Geste weg. Allerdings melden etliche Nutzer Abstürze nach Installation der Firmware XE 17.3.

Das jüngste System-Update für Google Glass macht regelmäßiges Nicken überflüssig, um eingehende Benachrichtigungen angezeigt zu bekommen. Version XE 17.3 der Firmware bietet stattdessen eine experimentelle Funktion namens „Notification Glance“ an. Sie erkennt Augenbewegungen und blendet die Benachrichtigungen ein, wenn der Nutzer in Richtung der Anzeige blickt. Anschließend lassen sich die Nachrichten wie gewohnt lesen und weiterverfolgen oder löschen.

Glass-Update: Benachrichtigungen mit dem Blick aufrufen (Screenshot: Google)

Ob die Funktion aktiv ist, können Anwender der in den USA mittlerweile allgemein erhältlichen Explorer Edition in den Einstellungen unter den Geräteinformationen ermitteln. Dort ist auch eine Kalibration möglich, um die Erkennung zu präzisieren und die Wahrscheinlichkeit von Fehlern zu reduzieren.

Ein Label markiert die Funktion im Glass-Menüsystem als experimentell. Ein Fehlverhalten ist nicht auszuschließen und kann über die App für die Einstellungen Google gemeldet werden.

Auf Google+, wo Google die Neuerung ankündigte, meldeten sich tatsächlich umgehend einige Anwender mit der Nachricht, nach Installation des Updates starte ihre Brille nicht mehr. Einer berichtet von Problemen mit der Kalibrierung, doch es finden sich auch Stimmen, bei denen die Funktion ordnungsgemäß läuft.

Rachel King testet Google Glass (BIld: ZDNet.com)

Bislang musste man mit dem Kopf nicken oder das Touchpad an der Seite der Brille antippen, um vorhandene Benachrichtigungen einzusehen – ein Verfahren, das die öffentlichen Reaktionen auf Glass-Nutzer nicht gerade positiv beeinflusste, wie manche Käufer der Brille anmerken. Google scheint sich jedoch zunehmend um das Nerd-Image seiner Brille zu sorgen. Zunächst führte es im Februar Verhaltensregeln für Glass-Nutzer ein, letzten Monat stellte es mit Ivy Ross eine erfahrene Mode-Werberin als Glass-Chefin ein, die die Augmented-Reality-Brille mehr philosophisch als technisch betrachtet. Ihre Grundfrage lautet: „Kann Technik etwas sein, das uns Freiräume schafft und uns in der Gegenwart hält, statt uns aus ihr herauszuführen?“

[mit Material von Jason Cipriani, News.com]

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Themenseiten: Google, Google Glass, Software

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