AMD macht Lisa Su zum COO und teilt sich in zwei Gruppen auf

Die Änderungen gelten ab 1. Juli. Eine Einheit befasst sich mit "Computing and Graphics", die andere mit "Enterprise, Embedded and Semi-Custom". Die Leitung der ersten übernimmt der bisherige Vertriebschef John Byrne.

AMD hat Lisa Su zum Chief Operating Officer gemacht und mit einer Konsolidierung seiner Geschäftseinheiten begonnen. Sie werden künftig zwei Gruppen bilden.

AMD-COO Lisa Su (Bild: AMD)AMD-COO Lisa Su (Bild: AMD)

Su übernimmt ihre neue Position zum 1. Juli. Sie berichtet direkt an CEO Rory Read. Zugleich wird Vertriebschef John Byrne zum Senior Vice President und General Manager der neuen Computing and Graphics Business Group befördert. Er wiederum berichtet an Su. Analysten handeln den Grafikbereich als bedeutende Wachstumschance für AMD.

In der Computing and Graphics Business Group sollen sich CPUs für Clients und Grafiksysteme sowohl für Heimanwender wie für Profisysteme wiederfinden. Dies schließt die zuständigen Entwickler und den Vertrieb ein. Zweite Gruppe ist künftig die Enterprise, Embedded and Semi-Custom Business Group, die Produkte für Server, Embedded, Bladeserver und kundenspezifische Entwicklungen umfasst.

In der Pressemitteilung findet sich ein Kommentar von CEO Rory Read: „In den letzten zwei Jahren haben wir erfolgreich eine Strategie umgesetzt, die AMD in drei Schritten in eine neue Ausgangslage bringt, schneller macht und schließlich umgestaltet. Die heutige Ankündigung ist der nächste Schritt unserer langfristigen strategischen Planung, um sicherzustellen, dass Betriebsstruktur und -kultur auf nachhaltiges Wachstum und Profitabilität ausgerichtet sind. Wir werden unser marktführendes Geistiges Eigentum nutzen, um Produkte zu entwickeln, die unseren Kunden Erfolge in einer Reihe wachstumsstarker Märkte ermöglichen.“

Welche Bereiche Read meint, zeigen die letzten Produkteinführungen: Diesen Monat hat AMD eine Mobilversion seiner Kaveri-Prozessoren vorgestellt, die CPU und GPU kombinieren. Es sieht sie auf einer Höhe mit den Core-i5- und -i7-Chips des erfolgreicheren Konkurrenten Intel. Anfang Mai enthüllte außerdem Su – damals noch als Senior Vice President – Project Skybridge, das zu einer Produktfamilie mit pinkompatiblen Chips auf x86- sowie ARM-Basis führen soll. „AMD ist das einzige Unternehmen, das eine Brücke zwischen den Ökosystemen von ARM und x86 schlagen kann“, sagte sie.

Project Skybridge beschreibt AMD als Design-Framework, das 2015 verfügbar werden soll – mit einer neuen Familie von APUs und SoCs aus der 20-Nanometer-Fertigung. Sie sollen pinkompatibel sein, obwohl sie auf unterschiedlichen Prozessorarchitekturen basieren. Diese Pinkompatibilität wird laut Su „eine gewaltige Flexibilität in den Markt bringen“. Einem OEM-Hersteller erlaube das, ein einziges Motherboard zu entwickeln, das wahlweise mit einem x86- oder einem ARM-SoC bestückt werden kann.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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