Jolla-Update für Sailfish OS bringt 4G-Unterstützung

Die Aktualisierung Saapunki führt auch Do Not Track und das Rücksetzen von Browserdaten ein. Auf dem Sperrbildschirm lassen sich jetzt Shortcuts anlegen. Neuen Nutzern wird der Einstieg durch einen Wizard zum Import von Kontakten erleichtert.

Jolla hat begonnen, mit einem Update für sein Mobilbetriebssystem Sailfish OS 4G-Unterstützung einzuführen. Die Aktualisierung trägt den Namen Saapunki und umfasst sowohl Update 6 wie auch Update 7 von Sailfish OS.

Neue Option in Sailfish-OS: 4G stets bevorzugen (Bild: Jolla)

Als erste erhalten diejenigen Nutzer das Update, die zu den ersten Käufern gehörten und deshalb das „Other Half“-Cover „The First One“ nutzen. Alle anderen sollen aber kurze Zeit später bedient werden.

Außer LTE-Kompatibilität bringt Saapunki Unterstützung für Ordner, personalisierte Shortcuts auf dem Sperrbildschirm und schnelles Scrollen. Es führt weiter zahlreiche Animationen und kosmetische Änderungen ein. Neuen Nutzern wird der Einstieg durch einen Wizard zum Import von Kontakten erleichtert. Und Netzbetreibern räumt Jolla die Möglichkeit ein, abhängig von der SIM besondere Funktionen anzubieten.

Der Browser verfügt nun zunächst testweise über eine Möglichkeit, Dateien auch hochzuladen, merkt sich bei Tab-Wechseln die aktuell auf einer Seite erreichte Position und unterstützt HTML5-Ausführung im Vollbildmodus. Dem Schutz der Privatsphäre dienen Unterstützung für Do Not Track und eine Möglichkeit, private Daten wie Cookies, gespeicherte Passwörter und den Cache zurückzusetzen.

Die Aktualisierung behebt eine Reihe Sicherheitslücken, verbessert die Synchronisierung von Mails sowie Kalendereinträgen und sorgt auch für mehr Kompatibilität zu Android-Apps. Diese können jetzt etwa auch auf externe Kontakte zugreifen – mit der Ausnahme von Facebook.

Nutzer von Jolla-Smartphones sollten automatisch eine Benachrichtigung erhalten, wenn das Update für sie freigegeben ist. Alternativ ist eine manuelle Aktualisierung möglich, sie setzt neben einem Jolla-Konto aber auch voraus, dass das Telefon ans Ladegerät angeschlossen ist und über eine Datenverbindung verfügt. Der Download umfasst etwa 173 MByte.

Jolla war von früheren Nokia-Mitarbeitern gegründet worden, die die quelloffene MeeGo-Plattform weiterentwickeln und weiter nutzen wollten. Das gleichnamige Smartphone startete vergangenen November in Finnland. Inzwischen liegt Sailfish OS in Version 1.0 vor. Einer der Gründer, Stefano Mosconi, gab sich auf dem MWC 2014 optimistisch, dass Jolla eine Nische des Smartphone-Markts erobern kann.

[mit Material von Steve McCaskill, TechWeekEurope.co.uk]

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Themenseiten: Jolla, Linux, Smartphone

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