Firefox 30 deaktiviert die meisten NPAPI-Plug-ins

Ausnahmen bilden zu einer Erweiterung gehörende Plug-ins und solche, die auf einer Weißen Liste stehen. Dazu gehören etwa Skype oder Facebook Video, nicht aber Adobe Flash Player. Letzterer muss manuell aktiviert werden.

Firefox fragt nun nach, ob der Nutzer ein Plug-in wie Adobe Flash ausführen möchte. Dabei lässt sich auch eine dauerhafte Genehmigung erteilen (Bild: Mozilla).Firefox fragt nun nach, ob der Nutzer ein Plug-in wie Adobe Flash ausführen möchte. Dabei lässt sich auch eine dauerhafte Genehmigung erteilen (Bild: Mozilla).Mozilla hat Version 30 seines Browsers Firefox veröffentlicht. Sie steht bisher nur auf den FTP-Servern des Unternehmens für Windows, Mac OS X und Linux zum Herunterladen bereit. In Kürze dürfte die Aktualisierung aber auch über die Auto-Update-Funktion des Browsers und die offizielle Firefox-Website verteilt werden.

Nachdem Firefox 29 mit Australis eine runderneuerte Oberfläche brachte, beschränkt sich Firefox 30 vornehmlich auf Verbesserungen unter der Haube. Ab sofort sind die meisten NPAPI-Plug-ins standardmäßig deaktiviert. Ausnahmen bilden Plug-ins, die Teil einer Firefox-Erweiterung sind, sowie in einer Whitelist aufgeführte. Darauf finden sich etwa Skype, Jabber, Facebook Video oder Unity, nicht aber Adobes Flash Player. Letzterer muss manuell vom Nutzer über die „Click to Play„-Schaltfläche aktiviert werden.

Auch Googles Chrome blockiert schon NPAPI-Plug-ins, die nicht auf einer Weißen Liste stehen. Der Konzern erwartet, dass spätestens im September aller Code aus dem Chrome Web Store verschwunden sein wird, der noch NPAPI nutzt. NPAPI steht für Netscape Plug-in Application Programming Interface. Die Schnittstelle war für Netscape Navigator 2.0 entwickelt worden, kam aber bei allen bekannten Browsern zumindest eine Zeit lang zum Einsatz.

Als Grund für die Umstellung nennen beide Browserhersteller Leistungseinbußen, Störungen, die einhergehende Komplexität, Sicherheitsprobleme und mangelnden Support auf Mobilgeräten. Für Mozilla schreibt der Direktor für Produktmanagement Chad Weiner in einem Blogeintrag: „Unsere Vision ist klar: ein mächtiges, offenes Web, das überall läuft, ohne dass zweckgebundene Plug-ins nötig wären. Die jetzt skizzierten Schritte bringen uns dieser Vision näher, mit der wir aber die heutige Realität ausbalancieren müssen.“

Ein neuer Seitenleisten-Button soll für einfacheren Zugang zu sozialen Netzen, Lesezeichen und Verlauf sorgen. Weitere Neuerungen von Firefox 30 sind Support für das Multimedia-Framework GStreamer 1.0 unter Linux und für die Tastenkombination „Befehlstaste-E“ zum Setzen eines Suchbegriffs aus markiertem Text unter Mac OS X. Entwickler profitieren unter anderem von einer erweiterten Lautstärkeregelung für Web-Audio-Inhalte für jedes einzelne Browserfenster. Außerdem hat Mozilla sieben Sicherheitslücken geschlossen, von denen es fünf als kritisch einstuft. Einen Überblick über alle Neuerungen geben die Release Notes.

Zusammen mit der Desktop-Ausgabe wurde auch die Mobilversion von Firefox aktualisiert. Sie fügt dem Kontextmenü Schaltflächen zum schnellen Teilen geöffneter Inhalte hinzu und bringt Unterstützung für zusätzliche Sprachen.

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Themenseiten: Browser, Firefox, Mozilla

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