Evernote von DDoS-Attacke getroffen

Der Angriff begann gestern gegen 23.25 Uhr und führte dazu, dass der Notizendienst für viele Nutzer nicht erreichbar war. Knapp vier Stunden später hatte Evernote das Problem im Griff. Es wurden keine Konten kompromittiert oder Daten gestohlen.

Evernote ist am Dienstag Ziel einer DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) geworden, die seine Services für viele seiner 100 Millionen Nutzer vorübergehend nicht erreichbar machte. Via Twitter meldete der beliebte Notizendienst gestern gegen 15 Uhr zunächst den Ausfall. Anderthalb Stunden später bestätigte er, Opfer eines DDoS-Angriffs geworden zu sein.

Evernote (Screenshot: Ed Rhee/CNET).

„Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, eine Denial-of-Service-Attacke zu neutralisieren“, schrieb Evernote. „Es kann Probleme beim Zugriff auf Evernote geben, während wir das beheben.“

Normalerweise führen DDoS-Angriffe nicht zur Kompromittierung von Nutzerdaten. Stattdessen zielen sie darauf ab, einen Dienst zu stören, indem die Server mit riesigen Traffic-Mengen überlastet werden.

Evernote-Sprecherin Ronda Scott erklärte gegenüber News.com, dass der Angriff gegen 14.25 Uhr Ortszeit (23.25 Uhr deutscher Zeit) begann. Knapp vier Stunden später habe man das Problem in den Griff bekommen. So folgte um 19.20 Uhr auch die Entwarnung via Twitter.

„Wir erwarten hier und da weitere kleinere Probleme in den nächsten Stunden, aber Evernote ist jetzt wieder erreichbar“, sagte Scott. „Wir wissen bisher nichts über den Ausgangspunkt des Angriffs, und es war das erste Mal, dass Evernote von einer DDoS-Attacke getroffen wurde. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass – wie bei diesem Angriffstyp üblich – keine Konten kompromittiert und keine Daten gestohlen wurden.“

Im März 2013 war Evernote schon einmal ins Visier von Hackern geraten. Unbekannte brachen damals in die Systeme des Notizendiensts ein und kompromittierten Nutzerdaten. Allerdings enthielten sie keine kritischen Informationen wie Finanzdaten, und es waren auch keine Nutzerinhalte betroffen. Dennoch forderte Evernote seine damals 50 Millionen Anwender auf, ihr Passwort zu ändern.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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