WhatsApp will bis zur Übernahme durch Facebook Gewinnschwelle erreichen

Laut Mitgründer Brian Acton hat es von Facebook nur den Auftrag erhalten, Nutzerwachstum und Engagement zu erhöhen, und nicht, Profite zu erwirtschaften. Außerdem konzentriert man sich darauf, neue Funktionen zu integrieren. Noch dieses Jahr soll Sprachunterstützung Einzug halten.

Vor dem bevorstehenden Abschluss der Übernahme durch Facebook konzentriert sich WhatsApp auf Kostenreduzierung, um zumindest die Gewinnschwelle zu erreichen. Das hat Mitgründer Brian Acton am Mittwoch auf einer Veranstaltung der Stanford University gesagt. Facebook-CEO Mark Zuckerberg und COO Sheryl Sandberg hätten WhatsApp damit beauftragt, seine Nutzerbasis und den Einsatz zu erhöhen, und nicht damit, Profite einzufahren.

WhatsApp-Logo

„Mark und Sheryl sagten uns, konzentriert euch auf Wachstum und Engagement und überlasst uns den Rest“, so Acton, der auch schon für Apple und Yahoo tätig war. „Das war Musik in unseren Ohren.“

Facebook kann und wird also nicht darauf hoffen, seine für die Akquisition veranschlagten 19 Milliarden Dollar durch WhatsApp schnell wieder zurückzuerhalten. Allerdings dürfte es von den über 500 Millionen Nutzern der Messaging-App profitieren, deren Verbreitung in Brasilien, Mexiko, Russland und Indien besonders stark zunimmt.

Die WhatsApp-Übernahme durch Facebook war zum Zeitpunkt ihrer Ankündigung eine ziemliche Überraschung. Kurz darauf kam Kritik daran auf. Zahlreiche WhatsApp-Nutzer stellten sich die Frage, wie Facebook mit ihren Daten umgehen werde, und riefen zum Wechsel zu alternativen Messaging-Diensten auf. Ähnlicher Kritik und Proteste sah sich Facebook auch nach Bekanntwerden der Übernahme des Virtual-Reality-Start-ups Oculus VR ausgesetzt.

Acton wies auf der Standford-Veranstaltung jegliche Kritik an seiner Firma zurück und wiederholte, dass WhatsApp auch nach Abschluss des Kaufs unabhängig bleiben sowie keine Nutzerdaten an Facebook weitergeben werde. Außerdem betonte er, dass auch WhatsApp selbst kein Interesse daran habe, die Nachrichten oder andere Daten seiner Nutzer auszuschnüffeln.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion erklärte der WhatsApp-Mitgründer, der Übernahmeprozess werde von einem ganzen Tross Anwälten und Rechnungsprüfern begleitet. Beispielsweise seien allein 20 Rechnungsprüfer damit beschäftigt gewesen, WhatsApps Buchhaltung umzustellen. Er werde erleichtert sein, wenn das Geschäft abgeschlossen ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt konzentriere sich WhatsApp darauf, seinen Messaging-Dienst um neue Funktionen wie die lange erwartete Sprachunterstützung zu erweitern, führte Acton aus. Sie soll noch dieses Jahr Einzug halten. Außerdem habe man sich entschieden, keine Werkzeuge zu entwickeln, die es anderen Firmen erlaubt, mit seinen Diensten zu interagieren.

[mit Material von Ian Sherr, News.com]

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