Technische Daten des LG G3 durchgesickert

Laut in Korea gezeigten Präsentationsfolien kommt das Android-Smartphone mit Qualcomms Snapdragon-801-CPU, 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher. Das 5,5 Zoll große QHD-Display mit einer Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln war schon zuvor bekannt. Die offzielle Vorstellung erfolgt am 27. Mai.

Nach einigen Pressebildern sind nun auch die Spezifikationen von LGs kommenden Smartphone-Flaggschiffs G3 im Netz aufgetaucht. Die technischen Daten gehen aus Präsentationsfolien hervor, die der Hersteller in Korea einem ausgewählten Personenkreis gezeigt hat. Die offizielle Vorstellung des Android-Smartphones ist für den 27. Mai vorgesehen.

Die von PhoneArena veröffentlichten Bilder der Folien bestätigen die bisher kursierenden Gerüchte. Dass das LG G3 wie das Oppo Find 7 mit einem 5,5 Zoll großen IPS-LC-Display mit einer QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 538 ppi ausgestattet ist, war allerdings schon offiziell. Dies hatte LG im Prinzip schon Anfang Mai mit der Ankündigung des Panels bestätigt. Die Anzeige soll Full-HD-Bildschirmen in Sachen Helligkeit und Farbwiedergabe in nichts nachstehen, was aufgrund der höheren Pixelanzahl eine Herausforderung darstellt.

Die meisten Fakten zum Nachfolger des G2 sind bereits bekannt (Bild: CNET).Die meisten Fakten zum Nachfolger des G2 sind bereits bekannt (Bild: CNET).

Das neue Panel kommt mit einem etwas dünneren Rahmen als beim G2, wodurch sich der Abstand zwischen Display und Gehäuse beim G3 nochmals reduziert, wie auf den durchgesickerten Fotos zu sehen ist. Um wieviel es die 2,65 Millimeter des Vorgängers genau unterbieten kann, ist aber noch unklar. Der Rahmen des Panels selbst ist laut LG Display jedenfalls nur 1,15 Millimetern dick.

Das Gehäuse des neuen Smartphones wird mit 14,6 mal 7,5 Zentimetern aber etwas größer und breiter ausfallen als das des letztjährigen Modells (13,9 mal 7,1 Zentimeter). Die Bauhöhe ist mit 8,9 Millimetern identisch. Allerdings ist die koreanische Version aufgrund der Antenne vermutlich etwas größer als das europäische Modell.

Die Fotos von der Präsentation räumen endgültig mit dem Gerücht auf, LG werde sein Smartphone womöglich mit einem eigenen 64-Bit-Prozessor ausstatten. Den Folien zufolge arbeitet unter der Haube des G3 Qualcomms Snapdragon-801-CPU. Beim im Juni erwarteten Samsung Galaxy S5 Prime sowie dem HTC One (M8) Prime soll bereits der neuere Snapdragon-805-Chip integriert sein. Der Snapdragon 801 kommt mit vier Krait-400-Kernen und erlaubt eine maximale Taktrate von 2,5 GHz. Der Snapdragon 805 ist für bis zu 2,7 GHz ausgelegt und bietet gegenüber der Adreno-330-GPU des 801 auch eine etwas leistungsfähigere Grafikeinheit. Die Unterschiede dürften aber nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Dem Prozessor stehen wie beim Sony Xperia Z2 3 GByte RAM (LPDDR3) zur Seite. Der interne Speicher ist 32 GByte groß.

Der Akku des LG G3 ist mit 3000 mAh genauso groß wie der des Vorgängers und vermutlich ebenfalls fest verbaut. Ob das G3 an die sehr gute Akkulaufzeit des G2 herankommt, ist aufgrund des höher auflösenden und damit wahrscheinlich stromhungrigeren Displays aber fraglich. Allerdings dürfte Qualcomm beim Snapdragon 801 im Vergleich zum im G2 verbauten Snapdragon 800 auch nochmals am Energiemanagement gefeilt haben.

Für Fotos und Videos bringt das G3 entgegen früherer Gerüchte keine 16-Megapixel-Kamera, sondern wie das G2 ein 13-Megapixel-Modell mit. Es verfügt aber wie das Android-Phablet LG G Pro 2 über einen optischen Bildstabilisator, den LG nochmals verbessert haben dürfte. Video-Aufnahmen in 4K/Ultra-HD-Auflösung wird die Kamera ebenfalls unterstützten. Links neben der Linse des G3 findet sich zudem ein neues Feature, dass das Fokussieren verbessern soll. Zumindest verspricht dies der Schriftzug „Just Shoot“ auf der entsprechenden Präsentationsfolie. Gerüchten zufolge handelt es sich dabei um einen Laser. Die genaue Funktionsweise der Technologie ist aber noch nicht geklärt. Für Selbstportraits und Videotelefonie bietet das G3 zusätzlich eine 2,1-Megapixel-Webcam auf der Vorderseite. Selfies sollen sich damit auch per Sprachbefehl oder Winken aufnehmen lassen.

Ein bisher noch nicht bekanntes Ausstattungsmerkmal des G3 wird ein Lautsprecher mit einem 1-Watt-Verstärker sein. Auf Front-Stereo-Lautsprecher wird LG im Gegensatz zu HTC und jetzt auch Sony aber wohl nicht setzen.

Im Bereich der Kommunikation gibt es wie üblich UMTS samt Datenturbo HSPA+, NFC, Bluetooth 4.0 (ANT+), USB 2.0 sowie voraussichtlich auch aGPS und Glonass. WLAN nach IEEE 802.11ac und LTE Cat 4 sind ebenfalls an Bord. Als OS kommt ab Werk Android 4.4.2 zum Einsatz. LG ergänzt das Google-OS um eine überarbeitete Version seiner hauseigenen Oberfläche Optimus UI samt flacheren Icons, wie schon früher durchgesickerte Screenshots vermuten lassen.

Angesichts der bereits durchgesickerten Informationen dürften die Koreaner für die offizielle Vorstellung des G3 unter dem Motto „To be simple is to be Great“ wohl keine großen Überraschungen mehr auf Lager haben. Selbst die neue Schutzhülle des Android-Smartphones ist schon bekannt. LG hat das „QuickCircle“ genannte Case bereits offiziell auf Youtube angekündigt. Ähnlich wie Samsungs S View Cover oder LGs älteres Flipcover mit Quick Window hat es ein kleines, rundes Sichtfenster, das beispielsweise über die Uhrzeit, das Datum und die Temperatur informiert, ohne dass Anwender die Hülle aufklappen müssen.

Daneben können Anwender auch gleich einige Apps über das Fenster bedienen und beispielsweise ein Foto schießen oder den laufenden Song wechseln. Auch das Annehmen von Anrufen ist dank der speziell für diese Funktion entwickelten Widgets möglich. Wenn es etwas Neues gibt, macht ein weißes Leuchten des Fensters darauf aufmerksam. LG stellt anderen App-Entwicklern auch ein SDK bereit, sodass sie Widgets ihrer Anwendungen für das Cover herausbringen können. Darüber hinaus unterstützt die Hülle den Qi-Ladestandard und ermöglicht ein drahtloses Aufladen des Android-Smartphones. Das QuickCircle-Case ist in den Farben Schwarz, Weiß, Gold, Pink und Aqua Mint (Grün) erhältlich.

[mit Material von Christian Schartel, CNET.de]

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