Google kauft Entwickler der Übersetzungs-App Word Lens

Word Lens übersetzt per Handykamera erfasste Texte. Sie ist für Android, iOS und Google Glass erhältlich. Anlässlich der Übernahme durch Google bietet der Entwickler Quest Visual die App und alle Sprachpakete vorübergehend kostenlos an.

Google hat das US-Unternehmen Quest Visual übernommen. Es ist Herausgeber der beliebten Übersetzungs-App Word Lens. Einem Eintrag auf WordLens.com zufolge wird sich das Quest-Visual-Team Google Translate anschließen.

„Durch den Zusammenschluss mit Google können wir die Technologie von Quest Visual in Google Translate und künftige Übersetzungsfunktionen integrieren“, heißt es in der Stellungnahme. „Als Dankeschön an alle, die uns auf unserer Reise unterstützt haben, bieten wir die App und die Sprachpakte für einen begrenzten Zeitraum kostenlos an.“

Über den Kaufpreis vereinbarten beide Parteien Stillschweigen. Weder Google noch Quest-Visual-CEO Otavio Good wollten die Transaktion kommentieren.

Die Word-Lens-App ist für Android, iOS und Google Glass erhältlich. Sie übersetzt gedruckte Texte in verschiedene Sprachen, unter anderem von Englisch nach Deutsch. Dafür muss die Kamera eines Smartphones oder Tablets nur auf ein Schild oder auch eine Speisekarte gerichtet werden. Die App erkennt den Text und ersetzt ihn in dem Bild durch die Übersetzung. Die Sprachpakete wurden bisher als In-App-Kauf angeboten.

Die von Google gekaufte App Word Lens kann Texte auf Verkehrsschildern übersetzen (Bild: Quest Visual).Die von Google gekaufte App Word Lens kann Texte auf Verkehrsschildern übersetzen (Bild: Quest Visual).

Wie 9to5Mac berichtet, wurde die App zuletzt auch in einem iPhone-Werbespot gezeigt. Zudem hatte Quest Visual sie während der Pressekonferenz zur Ankündigung des Glass Development Kit vorgeführt.

Zu dem Zeitpunkt hatte Google erklärt, Quest Visual arbeite an neuen Funktionen für Word Lens, die unter anderem Sehbehinderte unterstützen sollen. Die vorhandene Übersetzungsfunktion ist wahrscheinlich schon Grund genug gewesen für Google, das Start-up zu übernehmen – eine Text-zu-Sprache-Option macht das Geschäft aber wahrscheinlich noch interessanter für den Internetkonzern.

[mit Material von Seth Rosenblatt, News.com]

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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