Samsung meldet 11 Millionen verkaufte Galaxy S5

Das Ergebnis für den ersten Monat liegt um etwa eine Million über der Marke des Vorgängers S4. Besonders gut läuft der Verkauf in Australien, Deutschland und den USA. Apple hatte am Startwochenende 9 Millionen iPhone 5S und 5C an Kunden verkauft.

Samsung meldet für den ersten Monat des Verkaufs seines Spitzenmodells Galaxy S5 mehr als 11 Millionen abgesetzte Exemplare. Damit übertraf es den Vorgänger Galaxy S4 um eine Million, wie Mobile-Chef J.K. Shin dem Wall Street Journal sagte. Er sprach daher von „deutlich stärkeren Verkäufen“.

Samsung Galaxy S5

Dass die Marke von 10 Millionen Exemplaren des S4 von vor einem Jahr übertroffen wurde, führt Shin darauf zurück, dass Samsung besser vorbereitet war. Es habe mehr Verträge mit Netzbetreibern geschlossen und das Gerät zeitgleich in 125 Ländern eingeführt. Besonders gut laufe der Verkauf etwa in Australien, Deutschland und den USA.

Der Erfolg könnte Samsung über eine Schwächephase hinweghelfen: Zuletzt hat es für zwei Quartale in Folge rückläufige Verkäufe melden müssen. Zudem büßte es im ersten Quartal einen Prozentpunkt an Smartphone-Marktanteilen weltweit ein – zum ersten Mal seit 2009.

Im ersten Fiskalquartal 2014 musste das Unternehmen einen Rückgang des operativen Gewinns hinnehmen, und zwar um 3,3 Prozent auf 8,49 Billionen Won (5,74 Milliarden Euro). Der Gewinn vor Steuern legte jedoch um 7 Prozent auf 9,65 Billionen Won (6,75 Milliarden Euro) zu. Darin sind allerdings betriebsfremde Einnahmen von 960 Milliarden Won (672 Millionen Euro) enthalten. Samsungs Umsatz wuchs um 3 Prozent auf 53,68 Billionen Won (37,6 Milliarden Euro). Die typischerweise für zwei Drittel der Umsätze verantwortliche Mobile Division meldete einen Betriebsgewinn von 4,5 Milliarden Euro, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutete – der erste seit mehr als drei Jahren.

Dieser leichte Negativtrend wurde allgemein auf zunehmende Konkurrenz durch Billig-Smartphone-Anbieter wie Huawei und Lenovo zurückgeführt. Samsung teilte aber auch mit, es rechne auf ein besseres Ergebnis im zweiten Quartal, wenn das Galaxy S5 starte. Es ging Anfang April in den Verkauf. Samsung zufolge wurden die Verkäufe des Vorgängers S4 am ersten Tag um etwa 30 Prozent übertroffen, in einigen Märkten sogar verdoppelt – obwohl Kritiker mangelnde Innovationen bemängelten.

Aus den von Samsung genannten Zahlen lässt sich nicht ablesen, wie viele Geräte tatsächlich an Endkunden verkauft wurden, da sie auch die in den Regalen der Händler verbliebenen Geräte berücksichtigen. Deshalb fällt ein direkter Vergleich mit Hauptkonkurrent Apple schwer. Dieser hatte am Startwochenende von iPhone 5S und 5C letzten September mehr als 9 Millionen Einheiten verkauft – wohlgemerkt an Endkunden.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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19 Kommentare zu Samsung meldet 11 Millionen verkaufte Galaxy S5

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  • Am 16. Mai 2014 um 0:09 von Judas Ischias

    Die Realität wird sich in den nächsten Quartalszahlen zeigen. Würde mich auch mal interessieren, warum die Hersteller dies so unterschiedlich handhaben und ob die Händler die Kohle vorher abdrücken müssen, oder erst bei „echtem“ Verkauf?

    • Am 16. Mai 2014 um 8:56 von punisher

      Samsung und auch andere Hersteller verkaufen an Großhändler, damit ist es für Samsung verkauft. Du musst dein Smartphone auch nicht aktivieren oder ähnliches, ein Freund betreibt es ganz ohne Google/Samsung Konto. Also wäre das zählen anhand von Aktivierungen auch Blödsinn und ungenau.

      • Am 16. Mai 2014 um 11:34 von Und ...

        … ungemein praktisch, weil dann geliefert = verkauft ist. ;-)

        Wäre ja auch dramatisch, würden nicht mehr Geräte verkauft, weil diesmal wurde ja zeitgleich in 125 Ländern mit dem verkauf begonnen. Das dürfte wohl der Grund für den mickrigen Anstieg sein. Zumal die Smartphone Verkäufe global um 15% angestiegen sind, davon ist bei Samsung komischerweise nichts zu sehen.

        Selbst wenn einige Prozent nicht aktivieren würden, wäre das wohl genauer, als 100% der gelieferten Geräte als verkauft zu zählen. Was, wenn davon 30% Rückläufer (technisch, unverkäuflich) wären? Dann passiert das, was mit der Samsung Watch passiert ist – sie wird beim Kauf eines Smartphone dazu verschenkt?

        Verschenken ist aber nicht verkaufen. ;-) Oder wird das einfach ignoriert?

        Im Gerichtsverfahren kam ja heraus, dass die von Samsung genannten Zahlen nur Phantasiezahlen sind. Es gibt öffentliche Aussagen und Prognosen von ‚Experten‘, und interne Verkaufszahlen, und dazwischen können (war zumindest beim Tablet 2011 so) Welten (>5 Mio geschätzt vs. 0,5 Mio tatsächlich verkaufte Geräte) liegen.

        Samsung würde nie, nie zugeben, dass sie rückläufige Verkaufszahlen hätten. Das 5S muss daher erfolgreicher sein, das ist samsung Neusprech. ;-)

        • Am 16. Mai 2014 um 12:39 von punisher

          Samsung verkauft an Großhändler -> geliefert= verkauft. Der rest geht über die Netzbetreiber ins Rennen, da könnte es was mit Rücklauf geben, was aber relativ egal sein dürfte bei den paar %.

          Woher weißt du das mit Samsung und dem nie nie nie nie zugeben? Insider?

          • Am 16. Mai 2014 um 12:45 von Du meinst ...

            … der Rest wird an Schrott Großhändler verkauft – geliefert-verkauft? Nun, das bringt aber kaum Geld?

            Ich schrieb ja: siehe Samsung Smart Watch, die wurde verschenkt. Erfolg sieht anders aus.

          • Am 16. Mai 2014 um 20:54 von Judas Ischias

            Wenn die Auslieferung an die Händler Verkauf ist, dann ist es doch völlig Wurscht, ob es direkt an Hinz und Kunz geht, oder nicht. In diesem Fall hat der Hersteller, nämlich Samsung, sein Geld verdient.
            Und die Händler bekommen mit Sicherheit gute Konditionen, die brauchen bestimmt nicht die UVP bezahlen. Also wird am Ende jeder glücklich sein, nur nicht die Leute, die Samsung hassen.;-)

        • Am 16. Mai 2014 um 13:03 von GGF

          @Und… (also nach meiner Ansicht Mac-Harry) denkt sich sicher das Samsung eben alles Apple nachmacht. Die schaffen auch Millionen von iPhones und iPads zu den Telecomprovider, in ihre Läden usw. und melden diese als Verkauf.

          • Am 16. Mai 2014 um 13:29 von Falsch ...

            Apple iPhone/iPad/Touch werden mangels Alternative zu 100% bei Apple aktiviert, so dass Apple ganz klar weiss, wieviel in den Handel geliefert, und wieviele vom Endnutzer gekauft wurden.

            Und nö: ich bin nicht Mac Harry, da muss ich Dich enttäuschen. Vielleicht ist er einer der anderen, die nicht unter ihrem Namen schreiben.

            Spielt das irgendeine eine Rolle? Wichtig ist doch, was im Kommentar steht? Und ohne festen Namen bin ich zu 100% sicher kein bezahlter Schreiberling? Wie steht es mit Dir?

          • Am 16. Mai 2014 um 14:32 von GGF

            Also mal ehrlich. In einem Forum wo jeder jeden Namen benutzen kann wird es sicher keine Firma geben die auch nur 1Cent bezahlt. Wo bleibt der Nachweis das man was gemacht hat?

          • Am 16. Mai 2014 um 17:54 von An GGF-Clone

            Na, wer nennt sich schon freiwillig GGF oder Ganz Großes Fragezeichen oder Judas Ischias? Das sind dann wieder Namen die eindeutig zugeordnet werden können, und dann – Klingeling – das Talerchen ins Säckle springt?

            Oder wie erklärst Du Dir die Tatsache (siehe Microsoft 12″ Tablet Artikel, diesmal Mr. „hamster“), dass Anti-Apple Nerds auch bei Artikeln, in denen das A-Wort gar nicht auftaucht, sofort losmosern? Und wenn jemand anderes als GGF kommentiert, na prima, klingelt es eben ohne Arbeit – ein Freilos. ;-)

            Als vernünftig denkender Mensch schließe ich mal aus, dass sie psychisch krank sind, übertriebene Hass Gefühle hegen, oder einfach spinnen – und dann bleibt ja nicht mehr viel. ;-)

            Abgesehen davon, dass Samsung für bezahlte Bashing-Kommentare in Korea mal verurteilt wurde.

          • Am 17. Mai 2014 um 0:21 von Judas Ischias

            Ich glaube, dass solche Schreiberlinge, wie Falsch oder An GGF-Clone, nicht erfolgreich genug für Apple geschrieben haben und deshalb rausgeschmissen wurden.;)
            Weil diese Leute aber das bashen nicht sein lassen können, schreiben sie halt unter allen möglichen Bezeichnungen.;)

  • Am 16. Mai 2014 um 8:54 von M@tze

    Zitat: „Zuletzt hat es für zwei Quartale in Folge rückläufige Verluste melden müssen.“ Das stimmt doch was nicht, oder?! Entweder „rückläufige Verkäufe“, „rückläufigen Umsatz/Gewinn“ oder einfach nur „Verluste“. Rückläufige Verluste wären ja was positives – in meiner Interpretation. ;)

    • Am 16. Mai 2014 um 9:09 von Florian Kalenda

      Absolut richtig, rückläufige Verkäufe. Danke!

  • Am 16. Mai 2014 um 19:36 von punisher

    @ du meinst…
    nein ich meine was ich schrieb und auch was im Artikel selbst steht, es geht nicht an Schrott Großhändler ( alleine die Kombination dieser zwei Wörter zeugt von Planlosigkeit) sondern an Netzbetreiber. Aber es ist klar, nur weil Apple seine Smartphones nicht über den Großhandel vertreibt, was ja Preisnachlässe ohne Kontrolle apples nach sich ziehen würde, sind Großhändler jetzt Schrott.
    Deine Logik in allen Ehren, aber Ahnung vom B2B scheinst du nicht zu haben.

  • Am 17. Mai 2014 um 11:08 von Ali Kirimbai

    Früher immee sagt, am Samstag kommen das sams.

    Obwohl es noch gar nix samsung gab.

    Ist doch irgendwie verapple.

  • Am 17. Mai 2014 um 19:32 von mark

    Es ist gerade nicht egal. Samsung muss nicht verkaufte Einheiten zurücknehmen oder Händlern hier nachträglich entgegenkommen. Geräte werden auf Kommission an MediaMarkt und co abgegeben. Gerade Samsung hatte hier mit dem S4 ein richtiges Problem, da es bis zu 30% Lagerbestand auslösen musste. Bei seinen Tablets sah es viel düster aus, 50-70% Lagerbestand. Desweiteren hat Samsung ganz bewusst und absichtlich falsche Zahlen bisher veröffentlich.

    • Am 17. Mai 2014 um 22:59 von punisher

      Deswegen hat auch immernoch jeder laden Samsung Zeug, weil das im lager gammel, 70%…lol
      Quelle?

      • Am 19. Mai 2014 um 2:51 von Judas Ischias

        Ja Mark, ich schließe mich Punisher an, wo sind deine Quellen?

  • Am 17. Mai 2014 um 22:14 von Judas Ischias

    Ja Mark, wenn das man so ist wie Du schreibst, wie versteuert Samsung seine Gewinne? Angenommen, Samsung veröffentlicht 30 Millionen verkaufte Galaxy S4. Da müssen in den Quartalszahlen, Samsung ist ja börsennotiert, die entsprechenden Gewinne erscheinen. Diese Gewinne müssen ja versteuert werden. Nach deiner Aussage zahlt Samsung lieber höhere Steuern, verheimlicht aber den schlechten Verkauf der S4, als lieber mit den richtigen Zahlen rauszurücken und dementsprechend viel weniger Steuern zu bezahlen.
    Und bei den Tablets das gleiche Schema.
    Wirklich eine interessante Behauptung.;)

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