ITU: Bis Jahresende gibt es drei Milliarden Internetnutzer

Dann werden allein 2,3 Milliarden Menschen eine Breitband-Mobilfunkverbindung nutzen. In den entwickelten Nationen beträgt die Penetration 84 Prozent, in den Entwicklungsländern nur 21 Prozent. Festnetz-Telefonanschlüsse sind seit fünf Jahren rückläufig.

Die International Telecommunications Union (ITU) der Vereinten Nationen meldet großes Wachstum der Zahl der Internetnutzer. Ausgangspunkt sind vor allem Entwicklungsnationen, die die Zahl der mit dem Netz verbundenen Menschen weltweit bis Ende 2014 auf fast 3 Milliarden steigen lassen könnten. Gleichzeitig legt laut ITU die Verbreitung mobiler Breitbanddienste stark zu.

Demnächst 3 Milliarden Internetzugänge weltweit

Von 3 Milliarden Internetnutzern werden Ende 2014 etwa 2 Milliarden in Entwicklungsländern leben. Die Weltbevölkerung lag Ende März übrigens bei geschätzten 7,161 Milliarden Menschen, etwa 40 Prozent haben also Internetzugang. Dennoch leben – entsprechend der Definition der UN – 90 Prozent aller nicht mit dem Internet verbundenen Menschen in den Entwicklungsländern.

Die Verbreitung von Internetzugängen ist laut ITU in Europa am höchsten, gefolgt von Amerika und Asien. Entwickelte Märkte erreichen 78 Prozent Zugangsquote, Entwicklungsländer dagegen nur 31 Prozent.

Die ITU sagt zudem voraus, dass bis Ende 2014 2,3 Milliarden Menschen eine Breitband-Mobilfunkverbindung nutzen werden. Das entspricht einer Penetration von 32 Prozent, die allerdings erneut zwischen entwickelten Nationen (84 Prozent) und Entwicklungsländern (21 Prozent) stark variiert. Nach Kontinenten liegt Europa mit 64 Prozent vor Amerika (59 Prozent). Afrika kommt nur auf 19 Prozent.

Dies ist zu unterscheiden von Handy-Verträgen allgemein, deren Zahl sich laut ITU bis Jahresende 7 Milliarden nähert, weil vor allem in Asien (3,6 Milliarden Verträge) viele Nutzer mehrere abgeschlossen haben. Auch in Amerika, Europa und den arabischen Ländern liegt die Handy-Penetrationsrate jenseits von 100 Prozent. Ein Wachstum von weltweit nur noch 2,6 Prozent deutet auf eine Marktsättigung hin.

Zugleich bestätigen die Zahlen, dass Festnetz-Zugänge zu Telefonnetzen – wie schon in den letzten fünf Jahren – rückläufig bleiben. Wachstum ist hier nur noch in Verbindung mit Breitband-Internetzugängen möglich. Ende 2014 wird es etwa 100 Millionen weniger Festnetz-Telefonanschlüsse als noch 2009 geben. Laut ITU dürften dann 10 Prozent der Weltbevölkerung über eine Festnetz-Breitbandverbindung zum Internet verfügen.

Der Trend zu Mobilfunkzugängen statt Festnetz steht natürlich in Zusammenhang mit dem Aufkommen mobiler Geräte. Cisco hat kürzlich eine Schätzung vorgelegt, dass bis Ende 2018 weltweit 4,9 Milliarden Menschen über ein Mobilgerät wie Smartphone oder Tablet verfügen werden.

[mit Material von Tom Jowitt, TechWeekEurope.co.uk]

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Themenseiten: International Telecommunication Union, Internet, Marktforschung, Telekommunikation

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2 Kommentare zu ITU: Bis Jahresende gibt es drei Milliarden Internetnutzer

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  • Am 12. Mai 2014 um 12:08 von Tiggy

    Ich staune immer wieder mit was für Zahlen in Bezug auf die Internetnutzer herumgeworfen werden. 2014 über 1 Mrd. Facebookuser, 3 Mrd. Internetnutzer, die Witze des Jahrtausends.
    Zählen Babys zu den Nutzern? http://de.statista.com/statistik/daten/studie/71063/umfrage/weltbevoelkerung-nach-alter-und-regionen/
    Wer von den Älteren geht in’s Netz? Wieviel Handynutzer in der 3.Welt telefonieren oder gehen gar in’s Internet und wieviele nutzen das Klingeln zum Nachrichtenübermitteln wegen der Kosten? Fragen Sie mal die Telefongesellschaften in Afrika was das für Probleme macht. Was halten Sie vom 3.Weltgeschäftsmodell mit dem Handy als wandelnde Telefonsäule durch die Gegend zu ziehen und und andere gegen Gebühr telefonieren zu lassen?
    Also bitte. Von Ihnen hätte ich eigentlich etwas mehr Kompetenz erwartet.

    • Am 12. Mai 2014 um 12:38 von Florian Kalenda

      Die Zahlen stammen nicht von ZDNet, sondern von der ITU. Wenn Sie bessere vorlegen und begründen können, berichten wir darüber ebenfalls gern.

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