Experiment: MIT verteilt Bitcoins an Studenten

Jeder der 4528 Studenten der Elite-Uni erhält im Herbst Bitcoins im Wert von circa 100 Dollar. So soll erforscht werden, wie sich ein vorhandenes Kryptowährungs-Ökosystem auf den Alltag auswirkt. Das Projekt finanziert sich durch Spenden von Absolventen und aus der Bitcoin-Community.

Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) wird für ein Experiment Bitcoins im Wert von über einer halben Million Dollar an Studenten ausgeben. Mit dem Projekt wollen die Studenten Dan Elitzer and Jeremy Rubin herausfinden, wie sich die Kryptowährung auf den Alltag auswirkt, wenn jeder über sie verfügt.

bitcoin

Der Versuch startet im Herbst, wenn das neue Studienjahr beginnt: Jeder der 4528 Studenten der Elite-Uni erhält dann 100 BTC, die übrigens von früheren Absolventen und der Bitcoin-Community gespendet wurden. In einer Pressemeldung sagt Rubin: „Den Studenten Zugang zu Kryptowährung zu geben, ist in etwa so, wie als man ihnen zu Beginn des Internet-Zeitalters Internetzugänge verschaffte. Das Unigelände des MIT wird ab Herbst der erste Ort der Welt sein, wo man von verbreitetem Zugang zu Bitcoin ausgehen kann.“

Um die Entwicklung eines Ökosystems beobachten zu können, helfen Elitzer und Rubin auch den Geschäften auf dem Campus, sich für Bitcoin-Zahlungen vorzubereiten. Sie wollen möglichst nachvollziehen, was die Studenten mit ihren Bitcoins machen und wofür sie damit bezahlen – und beschreiben dies als Herausforderung für die Studenten, sich interessante Nutzungsweisen auszudenken.

Bitcoin hat im letzten Jahr mit massiven Kursgewinnen und anschließenden teilweisen Verlusten, Diebstählen und Konkursen von Wechselbörsen eine Achterbahnfahrt durchgemacht. Anfang Dezember 2013 hatte immerhin die Bank of America Bitcoin als potenziell bedeutende Bezahlmethode eingestuft. Und auch PayPal-Präsident David Marcus ist davon überzeugt, dass die virtuelle Währung Bitcoin eher dazu geeignet ist, den Bereich E-Commerce zu revolutionieren als NFC-Bezahldienste. Gerade erst gestern hat der Standortdienst Yelp angekündigt, künftig zu verzeichnen, ob Geschäfte Zahlungen in Bitcoin akzeptieren oder nicht.

Bitcoin wurde 2009 eingeführt, aber erst 2011 erreichte die Währung einen größeren Bekanntheitsgrad. Der Kurs stieg damals von Centbeträgen auf etwa 2 Dollar. Anfang 2013 zahlte man rund 20 Dollar pro Bitcoin, aber im April schon 266 Dollar. Im vergangenen Jahr wurden dann Spitzenwerte über 1200 Dollar erreicht. Kein Wunder also, dass einige frühe Käufer ein Vermögen gemacht haben.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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Themenseiten: Bitcoin, E-Commerce, Forschung, Massachusetts Institute of Technology - MIT

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