Samsung kündigt Enterprise-SSD mit 3-Bit-NAND-Flash an

Die Reihe PM853T erscheint in Kapazitäten von 240, 480 und 960 GByte. Sie erreicht laut Hersteller sequenzielle Transferraten von bis zu 530 MByte/s beim Lesen und 420 MByte/s beim Schreiben. Der TLC-Speicher ist günstiger, aber nicht so langlebig wie SLC oder MLC.

Samsung hat mit der Massenproduktion der branchenweit ersten 3-Bit-NAND-basierten SSDs für Server und Rechenzentren begonnen. Die Modelle der Reihe PM853T werden in Kapazitäten von 240, 480 und 960 GByte erhältlich sein. Erste Installationen der neuen Laufwerke – zunächst in großen Rechenzentren – sind laut Hersteller später im laufenden Quartal zu erwarten.

Die PM853T verwendet 3-BIT- oder TLC-NAND-Flash (Bild: Samsung).

Größter Vorteil des 3-Bit-Multi-Level-Cell-NAND sind die verringerten Kosten pro Bit. Samsung zufolge wurde bei der PM853T eine Steigerung der Fertigungseffizienz von 30 Prozent gegenüber SSDs mit 2-Bit-NAND-Flash-Komponenten erreicht. Es geht davon aus, dass 3-Bit-SSDs die bisher hauptsächlich eingesetzen 2-Bit-Modelle langfristig ersetzen werden.

Der Hersteller verspricht eine hohe Random-IOPS-Leistung (Ein-/Ausgabebefehle pro Sekunde) sowie Quality of Service (QoS). Beides ist wichtig für Server-Anwendungen in Rechenzentren und Clouds. Ausgerüstet mit einer 6-GBit/s-SATA-Schnittstelle und bis zu 20 Nanometern Strukturbreite erreichen die neuen SSDs angeblich sequenzielle Transferraten von 530 MByte/s beim Lesen und 420 MByte/s beim Schreiben. Die Performance beim Verarbeiten von 4-KByte-Blöcken ist mit 90.000 IOPS beim Lesen und 14.000 IOPS beim Schreiben im Dauerbetrieb spezifiziert.

Bei 3-Bit- oder Triple-Level-Cell-NAND umfasst eine Speicherzelle 8 verschiedene Zustände, die in Form einer Ladung abgebildet sind. Aufgrund der relativ geringen Strukturbreite von 20 Nanometern kann eine Zelle nur rund 1000 Elektronen aufnehmen. Das erfordert eine sehr gute Signalverarbeitung und Fehlerkorrektur, um die Daten zuverlässig auslesen zu können.

Aus der gegenüber SLC oder MLC (1 oder 2 Bit pro Zelle) erhöhten Bit-Anzahl pro Zelle ergibt sich auch eine kürzere Lebensdauer. Eine erwartete Spanne von 1000 Schreib-/Löschzyklen setzt bei einer Server-SSD umfangreiches Over-Provisioning voraus, damit sie fehlerhafte Zellblöcke ersetzen kann. Daher ist 3-Bit-MLC oder TLC oft weniger effizient als erwartet. Samsung macht – anders als Intel bei seinen Enterprise-SSDs – keine Angaben zur Total Write Capacity, sodass sich keine Rückschlüsse auf die Lebensdauer der PM853T ziehen lassen.

Auch einen konkreten Preis für die Neuvorstellung haben die Koreaner noch nicht genannt. Die neue SSD-Reihe dürfte aber deutlich günstiger sein als vergleichbare Modelle mit 1-Bit- oder 2-Bit-NAND-Flash.

[mit Material von Robin Harris, ZDNet.com]

Themenseiten: Rechenzentrum, SSD, Samsung, Server, Storage

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