Twitter führt neue Werbeform „Website Card“ ein

Mit einer Grafik und etwas Kontext können Werbetreibende Klicks auf ihre Site anschieben. Das Format ist auf dem Desktop ebenso wie mobil zu sehen. Es ähnelt optisch der erst kürzlich eingeführten App-Download-Werbung.

Twitter hat das Werbeformat „Website Card“ eingeführt. Es soll seinen Kunden die Möglichkeit geben, Nutzer mit einem Bild und darauf bezogenem Text auf ihre Website zu lotsen. Das Format ist sowohl in der Desktop- wie auch der Mobilversion von Twitter verfügbar.

Anzeigenformat Website Card (Screenshot: Twitter)

Twitter preist die „Website Card“ zudem als Bereicherung für seine 241 Millionen Mitglieder: „Mit dieser Card können User leicht interessante Inhalte entdecken, während Werbetreibende die Möglichkeit bekommen, mehr Klicks auf ihre URL auszulösen, weil die Nutzer in ihrer Timeline ein Bild sehen, den Kontext dazu und eine deutliche Aufforderung, darauf zu tippen“, schreibt Twitter-Manager Derek Dukes in einem Blogbeitrag.

Getestet wurde die Werbemöglichkeit beispielsweise zusammen mit Citrix und Betabrand. In weniger als zwei Wochen führt Twitter allerdings schon die zweite neue Werbeform ein. Kürzlich gingen schon Download-Hinweise live, die Nutzer von Mobilgeräten zur Installation bestimmter Apps auffordern. Sie erscheinen natürlich nur auf kompatiblen Geräten. Twitter nutzt dafür sein Anzeigennetzwerk MoPub.

Twitter versucht auf diese Weise, in die Kategorie der Unternehmen mit einem Milliarden-Dollar-Umsatz aufzusteigen. Im Vergleich zu Facebook oder Google sind Twitters Einnahmen derzeit noch verschwindend gering, wie sich nächste Woche erneut zeigen dürfte, wenn das Unternehmen Zahlen fürs erste Geschäftsquartal 2014 vorlegt. Erwartet werden etwa 241 Millionen Dollar Umsatz, während Facebook in seinem ersten Quartal 2,5 Milliarden Dollar einnahm – davon 2,27 Milliarden durch Anzeigen auf Desktops und Mobilgeräten.

Ab August soll bei Twitter Deutschland der neue Managing Director Thomas de Buhr für erhöhte Umsätze sorgen. Der 45-Jährige kann Erfahrung als Media Manager des Nahrungsmittelkonzerns Mars, als Verkaufsleiter der RTL-Tochter IP Deutschland und ProSiebenSat.1 sowie beim Agenturnetzwerk Initiative Media vorweisen. Bei Google stieg er 2009 in die Vermarktung von Youtube sowie Display Sales ein und war zuletzt Director Branding von Google Deutschland.

Ein zweites Problem von Twitter ist das nachlassende Nutzerwachstum. Ein an Facebook angelehntes Redesign soll jetzt Wechselwilligen den Einstieg bei dem Mikroblogdienst erleichtern.

[mit Material von Jennifer Van Grove, News.com]

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Themenseiten: Business, Marketing, Soziale Netze, Twitter

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1 Kommentar zu Twitter führt neue Werbeform „Website Card“ ein

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  • Am 14. Mai 2014 um 14:24 von firehorse

    Ich halte nichts von Facebook und Twitter bringt mir überhaupt nichts, obwohl ich dort auch mal einen Account erstellt hatte. Dieses allerdings unter Zwang der ÖR und weil ich meine bürgerliche Meinung auch mal los werden wollte. 140 Zeichen sind dazu unzureichend und mehr als ein Witz.
    Dass ausgerechnet die ÖR hier für US-Konzerne „Werbung“ machen – Thema: versteckte Werbung mit Registrierungszwang:“wollen sie mit uns diskutieren…“ – und diesen geistigen Abpfiff publizieren habe ich schon mehrfach politisch, wie auch bei der GEZ und den ÖR, angeklagt. Bis heute hat kein Schwein dazu Stellung bezogen, was wohl auf deren Neuland-Mentalität zurückzuführen ist oder eben nur an deren unsagbaren Bildungsmangel (Dummheit) liegt, wenn diese nicht als Korrupt abgestempelt werden wollen.
    Das sollte man als Bürger oder auch Datenschutzbeauftragter immer hinterfragen. Leider scheinen hier aber selbst die Datenschutzbeauftragten noch nichts mitbekommen zu haben.
    Es sind Konzerne und nicht freie öffentliche Einrichtungen welche massiv aus den Daten der dort angelegten Account Kapitial beziehen.
    Alterantiven dazu hatte ich auch immer angeführt und gibt es zur Genüge. Man muss sich nur mal besser informieren…

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