15,2 Millionen Bürger geben 2013 Steuererklärung per Elster ab

Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel erhöht. 2011 wurden erst 9,5 Millionen Steuererklärungen online eingereicht. Vorteile von Elster sind unter anderem eine integrierte Plausibilitätsprüfung, Übernahme unveränderter Daten und kürzere Wartezeiten.

Im vergangenen Jahr wurden 15,2 Millionen elektronische Einkommensteuerklärungen über das System Elster online abgegeben, wie der Bitkom auf Grundlage aktueller Daten der Finanzverwaltungen mitteilt. Damit stieg die Zahl erneut stark an, nämlich um rund ein Viertel gegenüber dem Vorjahr. Von 2011 auf 2012 hatte sie sich bereits von 9,5 auf 12 Millionen erhöht.

Die Zahl der Elster-Nutzer ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen (Grafik: Bitkom).

„Die Anstrengungen der Finanzverwaltung, die Bundesbürger von der elektronischen Steuererklärung durch einfachere Bedienung und zusätzliche Features zu überzeugen, zeigen Wirkung“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile einer elektronischen Steuererklärung für sich. Wir gehen davon aus, dass das Interesse an Elster weiter zunimmt.“

Grundlage der elektronischen Einkommensteuerklärung ist die kostenlose Anwendung ElsterFormular, die zu vielen kommerziellen Steuerprogrammen kompatibel ist. Sie ermöglicht die Dateneingabe in ein elektronisches Steuerformular, die Übernahme von unveränderten Angaben aus dem Vorjahr, eine Probeberechnung der Steuererstattung beziehungsweise Steuernachzahlung und die verschlüsselte Übertragung der Steuererklärung an die Finanzverwaltung über das Internet.

Vor der Übertragung führt die Software eine Plausibilitätsprüfung der Daten durch und weist den Steuerzahler auf widersprüchliche Eingaben hin. Als weiteren Vorteil der Abwicklung auf elektronischem Weg nennt der Bitkom die kürzere Wartezeit. Denn elektronische Steuererklärungen würden von den Finanzämtern bevorzugt bearbeitet.

ElsterFormular gibt allerdings keine gezielten Hinweise, wie man Steuern sparen kann. Daher ist es kein Ersatz für eine professionelle Steuerberatungssoftware kommerzieller Anbieter oder für die fachkundige Unterstützung eines Steuerberaters.

Die allgemeine Abgabefrist für Einkommensteuererklärungen 2013 endet am 31. Mai 2014. Wer einen Steuerberater beauftragt, hat noch sieben Monate länger Zeit.

Die Software ElsterFormular steht unter <a href="https://www.elster.de/elfo_home.php" target="_blank">elster.de</a> kostenlos zum Download bereit (Screenshot: ZDNet.de).Die Software ElsterFormular steht unter elster.de kostenlos zum Download bereit (Screenshot: ZDNet.de).

Themenseiten: Bitkom, Marktforschung, Software

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4 Kommentare zu 15,2 Millionen Bürger geben 2013 Steuererklärung per Elster ab

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  • Am 25. April 2014 um 20:21 von ELSTERuser

    Wie immer wäre wichtig zu wissen, mit welchen Betriebssystemen dieses Programm läuft.
    Und hier speziell: Wie lässt es sich unter LINUX nutzen?

  • Am 27. April 2014 um 16:06 von Linuxuser

    Jeder ist gleich vor dem Gesetz aber Linuxuser werden hier benachteiligt. Was ist das denn fürn doppelmoral. Da müssen die herren was gegen tun. Ich installiere bestimmt kein windows für elster…

    • Am 1. Mai 2014 um 10:02 von ELSTERuser

      Hoppla, Du MUSST!
      Zumindest, wenn du als Selbständiger zur (z.B. monatlichen) Abgabe Umsatzsteuer-Voranmeldungen gezwungen bist. Das ist nur mit ELSTERformular zulässig. Es gibt zwar ein Web-Frontend, das ist aber nicht parktikabel, da alle Basisdaten (Steuernummer, AuthentifizierungsCode etc.) immer neu eingegeben werden müssen. Außerdem erfolgen im Workflow die Vorbereitung der Dateneingabe in das (zweiseitige) Formular und das Absenden / Überweisen der fälligen Steuer typischerweise von verschiedenen Personen und an verschiedenen Tagen. Deshalb ist ELSTERformular zumindest hier ein MUSS und aktuell ein Hemmnis für den LINUX-Umzug.

      P.S. Die Nutzung von ELSTERformular mit PlayOnLinux soll funktionieren. Kann das jemand bestätigen?

  • Am 2. Mai 2014 um 13:01 von Linuxuser

    also elster mit wine und winetricks funktioniert wunderbar. aber warum müssen andere user eine lösung für den xxx finden wenn vater staat dafür das geld kassiert? ich würde mal sagen für die unfähigkeit der staatlichen programmierer sollte die hälfte der linuxer-steuer an wine entwickler gehen. wenn linuxuser steuerlich uninteressant für den staat sind sollen die auch gleich die hälfte an interessierte wine entwickler überreichen. so ist die gerechtigkeit.

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