MyLOC bietet ab 5. Mai gehostete HP-Moonshot-Server an

Die Kunden kostet ein Zweikern-Atom-Server mit 2 GHz 20 Euro monatlich. Der Anbieter spart 28 Prozent der Kosten gegenüber den früheren Tower-Servern. Höhere Lüftungskosten sind dabei mitgerechnet.

Der deutsche IT-Dienstleister MyLOC steht vor dem Start eines Angebots dedizierter Server mit HPs Mikro-Architektur Moonshot, die nach und nach bestehende Regale mit Tower-Servern ersetzen sollen. Der Start – über den Testbetrieb mit externen Partnern hinaus – ist für den 5. Mai angekündigt.

Christoph Herrnkind, MyLOC (Bild: TechWeekEurope)Christoph Herrnkind, MyLOC (Bild: TechWeekEurope)

MyLOC betreibt in einem nicht providergebundenen Rechenzentrum in Düsseldorf rund 12.500 Server auf 25.000 Quadratmetern Fläche. Zum Angebot zählen Managed Services, Serverhousing und dedizierte Server für Firmen ebenso wie für Einzelnutzer. Dabei nutzt es die Marken „myLOC“, „Webtropia“ und „Gamed!de“.

HP stellte MyLOC nun als Referenzkunden bei einer Veranstaltung der Moonshot Discovery Labs in Grenoble vor. Vertreten wurde das Unternehmen durch Vorstand Christoph Herrnkind, der erst einmal die Vorteile der alten Lösung beschrieb: „Zu den Vorteilen zählen niedrige Kosten – Tower-Server sind billiger als 19-Zoll-Rackserver und Regale billiger als Racks. Zudem blieben die Server ziemlich kühl, da um die Chips herum viel Platz sei. „Diese Server verschlingen aber auch viel Platz“ – nämlich etwa 50 Quadratmeter für 400 gestapelte Server. Auch müsse im Alltag oft schwere Hardware herumgetragen werden, und man brauche lange Kabel.

Gehostete Server im Regal (Bild: MyLOC)

Um dem abzuhelfen, entschied sich MyLOC für Moonshot, das auf jedem Modul mehrere System-on-a-Chip-Einheiten unterbringt, die jeder als dedizierter Server arbeiten können. Allerdings verfügen sie nur über 32 GByte Storage – weit weniger als dedizierte Server. MyLOC bestellte daher HPs Storage-Einheiten vom Typ ProLiant SL4500, um einer ganzen Zahl von Moonshot-Einheiten angemessenen Speicherplatz zu verschaffen.

Der Umbau begann im März. MyLOC verfügt jetzt über ein Rack mit 675 Servern, die zusammen 3,5 Quadratmeter belegen. Dabei handelt es sich um zwei „Borman“-Module auf Basis des Intel Atom (insgesamt 225 Server), fünf mit AMDs m700-Einheiten (360 Server) und 90 Server in Form zweier Module mit Intels Avoton. Herrnkind hat errechnet, dass auf einen Quadratmeter somit 24-mal mehr Server als früher passen.

Umbauten und Reparaturen seien nun problemlos handhabbar und die Verkabelung weit einfacher, erklärt Herrnkind. Der überraschende Nachteil: Trotz geringen Stromverbrauchs sitzen die Chips so dicht aufeinander, dass sie – anders als die Standard-Server früher – eine spezielle Kühlung erfordern. Auch kamen die Tower mit 40 Grad zurecht, während die Microserver auf 28 Grad gekühlt werden müssen. Man habe daher eine freie Kühlung – und zwar eine redundante – installieren müssen.

Insgesamt haben sich die Server-Betriebskosten um 59 Prozent erhöht, während der je Einheit benötigte Raum 79 Prozent und die Wartung um ein Drittel billiger geworden sind. Das bedeutet, dass der Anbieter 28 Prozent mehr verdient, während der Kunde weiter den gleichen Preis zahlt.

Für die Kunden kostet ein Zweikern-Atom-Server mit 2 GHz 20 Euro monatlich, ein AMD-Opteron-Server mit vier Kernen zu 1,5 GHz 25 Euro und ein Avoton-Server mit acht Kernen bei 2,3 GHz 45 Euro. Einrichtungsgebühren verlangt MyLOC nicht.

[mit Material von Peter Judge, TechWeekEurope.co.uk]

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Themenseiten: Hewlett-Packard, Internet, Kommunikation, MyLOC, Prozessoren, Server

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