Internetnutzung in Deutschland weist West-Ost-Gefälle auf

Auch zwischen Stadtstaaten und Flächenstaaten gibt es teilweise große Unterschiede. An der Spitze stehen Hamburg und Rheinland-Pfalz mit einer Quote von je 84 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nutzen hingegen nur 67 respektive 68 Prozent das Internet mindestens einmal pro Woche.

Bei der Internetnutzung in Deutschland gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. In den Stadtstaaten und im Westen gehen deutlich mehr Menschen regelmäßig online als in den Flächenstaaten und im Osten. Das teilt der Hightech-Verband Bitkom auf Basis aktueller Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mit.

Die Internetnutzung in Deutschland weist ein West-Ost- und Stadt-Land-Gefälle auf (Grafik: Bitkom).

An der Spitze der Bundesländer stehen demnach Hamburg und Rheinland-Pfalz. Dort gehen je 84 von 100 Einwohnern mindestens einmal wöchentlich online. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nutzen hingegen nur 67 beziehungsweise 68 Prozent das Internet einmal pro Woche.

„Gerade in ländlichen und strukturschwachen Gebieten kann das Internet besonders wertvolle Beiträge zu einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung und Lebensqualität leisten“, kommentiert Bitkom-Präsident Dieter Kempf die Ergebnisse der jährlichen Eurostat-Erhebung zur ITK-Nutzung in Haushalten und Unternehmen (Stand April 2014). Als regelmäßige Internetnutzer definiert die Statistikbehörde Personen, die durchschnittlich mindestens einmal die Woche, täglich oder nahezu täglich online gehen.

Laut Eurostat hat sich die Zahl der regelmäßigen Internetnutzer in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. 2009 lag sie bundesweit noch bei 71 Prozent, 2013 waren es 80 Prozent. Besonders stark gestiegen ist sie in Sachsen, von damals 56 auf nun 74 Prozent. Auch Brandenburg (56 auf 68 Prozent), Rheinland-Pfalz (72 auf 84 Prozent), Saarland (71 auf 82 Prozent) und Thüringen (68 auf 79 Prozent) konnten im gleichen Zeitraum stark zulegen.

„Die persönliche Internetnutzung hängt in Deutschland noch zu stark vom Alter und Bildungsgrad ab“, so Kempf. Insbesondere Tablets und Smartphones hätten den Zugang ins Web vereinfacht und würden helfen, Barrieren abzubauen. Solche leicht zu bedienenden Geräte könnten gerade älteren Menschen den Einstieg ins Internet erleichtern. In Ländern wie Island und Norwegen liegt der Anteil der Internetnutzer schon heute bei deutlich über 90 Prozent.

Die Zahl der mobilen Internetnutzer in Deutschland war laut Statistischem Bundesamt 2013 um 43 Prozent gestiegen. Vergangenes Jahr griffen demnach 29,7 Millionen Menschen mobil auf das Internet zu, 2012 waren es erst 20,8 Millionen gewesen. Auch hier ist die Nutzung stark altersabhängig.

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Themenseiten: Bitkom, Breitband, Internet, Marktforschung

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