AMD meldet 20 Millionen Dollar Verlust im ersten Quartal

Der Umsatz klettert um 28 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Für das gute Ergebnis ist die Grafikchipsparte verantwortlich. Ihre Einnahmen steigen um 118 Prozent. Zudem erwirtschafte sie einen operativen Gewinn von 91 Millionen Dollar.

AMD hat nach zwei profitablen Quartalen in Folge zwischen Januar und März erneut einen Fehlbetrag erwirtschaftet. Mit 20 Millionen Dollar fällt der Nettoverlust jedoch deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Seinen Umsatz steigerte das Unternehmen hingegen um 28 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar.

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Damit übertrifft der Chiphersteller die Erwartungen von Analysten. Sie hatten eine „schwarze Null“ bei Einnahmen von 1,34 Milliarden Dollar vorausgesagt. Anleger reagierten positiv auf das Ergebnis. Am gestrigen Handelstag legte die AMD-Aktie um 11,65 Prozent auf 4,12 Dollar zu.

Der Umsatz der Prozessorsparte ging im ersten Quartal um 12 Prozent zurück. Als Grund nennt AMD sinkende Verkaufszahlen als Folge des schwachen PC-Markts. Der operative Verlust schrumpfte – auch dank eines leicht gestiegenen Durchschnittspreises – um 92 Prozent auf 3 Millionen Dollar.

Der Bereich Graphics und Visual Solutions nahm zwischen Januar und März 118 Prozent mehr ein als im ersten Quartal 2013. Sein operativer Gewinn kletterte um 75 Millionen Dollar auf 91 Millionen Dollar. Auch der Durchschnittspreis für Grafikprozessoren erhöhte sich, „angetrieben durch die Produktfamilien Radeon R7 und R9“.

Laut CEO Rory Read profitierte AMD von einer hohen Nachfrage nach kundenspezifischen SoCs, die es unter anderem für Microsofts Xbox One und Sony PlayStation 4 fertigt. „Unser erstes Quartal zeigt die Erfolge bei der Umstrukturierung unseres Geschäfts“, sagte er bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Unsere Strategie funktioniert und wir schaffen die Grundlage für eine anhaltende Profitabilität und Wachstum.“

Wie andere Technikfirmen auch versucht AMD, neue Wachstumsbereiche zu schaffen und seine Abhängigkeit vom PC-Markt zu reduzieren. Unter Reads Führung konzentriert sich das Unternehmen unter anderem auf kundenspezifische Chips, GPUs, Embedded-Geräte und sehr kompakte Server. Noch vor zwei Jahren waren PC-Prozessoren für mehr als 80 Prozent von AMDs Einnahmen verantwortlich. Im ersten Quartal 2014 lag ihr Anteil bei nur noch 47 Prozent.

Im laufenden zweiten Quartal rechnet AMD mit einem Umsatz zwischen 1,4 und 1,48 Milliarden Dollar. Die Wall Street prognostiziert erneut eine ausgeglichene Bilanz bei Einnahmen von 1,36 Milliarden Dollar. Das zweite Quartal 2013 hatte AMD mit einem Umsatz von 1,16 Milliarden Dollar sowie einem Nettoverlust von 74 Millionen Dollar abgeschlossen.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

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