Intel meldet Gewinnrückgang von 26 Prozent im ersten Quartal

Das Ergebnis übertrifft dennoch die Erwartungen von Analysten. Der Umsatz geht um 8 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar zurück. Die Mobile and Communications Group belastet die Bilanz mit einem operativen Verlust von 929 Millionen Dollar.

Intel hat seine Bilanz für das erste Quartal 2014 vorgelegt. Der Gewinn des Unternehmens schrumpfte demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar oder 0,38 Dollar je Aktie. Der Umsatz ging um 8 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar zurück.

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Dennoch übertrifft Intel damit die Gewinnerwartungen von Analysten, die einen Überschuss von 0,37 Dollar je Aktie bei Einnahmen von 12,8 Milliarden Dollar vorausgesagt hatten. Auch die Anleger waren mit dem Ergebnis offenbar zufrieden. Im nachbörslichen Handel legte die Intel-Aktie um 1,49 Prozent oder 0,40 Dollar auf 27,17 Dollar zu. Damit übertraf der Kurs zumindest kurzzeitig das aktuelle 52-Wochen-Hoch von 27,12 Dollar.

Die PC Client Group setzte zwischen Januar und März 7,9 Milliarden Dollar um, was einem Minus von 1,4 Prozent entspricht. Ihr operativer Gewinn kletterte hingegen um 13 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Die Data Center Group steuerte 3 Milliarden Dollar zum Konzernumsatz bei, 11 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ihr operativer Profit erhöhte sich um 15 Prozent.

Beachtenswert sind vor allem die Zahlen der mit der neuen Berichtsstruktur eingeführten Geschäftsbereiche. Die Sparte für das Internet der Dinge nahm im ersten Quartal 482 Millionen Dollar ein und erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 123 Millionen Dollar. Beide Kategorien verbesserten sich um 32 beziehungsweise 84 Prozent. Intels Sorgenkind ist die Mobile and Communications Group, also die Sparte für Smartphone- und Tablet-Prozessoren. Sie verbuchte bei Einnahmen von lediglich 156 Millionen Dollar (minus 61 Prozent) einen operativen Verlust von 929 Millionen Dollar (plus 32 Prozent).

Angesichts der Dominanz von Qualcomm in diesem Marktsegment sind die Verluste keine Überraschung. Sie belegen aber, dass Intel den Anschluss an die Konkurrenz verpasst hat, die auf die ARM-Architektur setzt. Intel-CEO Brian Krzanich zeigte sich jedoch angesichts von fünf Millionen verkauften Tablet-Prozessoren im vergangenen Quartal zuversichtlich. Bei einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte er, Intel habe erstmals seit dem zweiten Quartal 2012 im Jahresvergleich seine Verkaufszahlen im Mobilbereich gesteigert.

Im laufenden zweiten Quartal rechnet Intel mit einem Umsatz zwischen 12,5 und 13,5 Milliarden Dollar. Die Prognose der Wall Street liegt bei 12,96 Milliarden Dollar. Das zweite Quartal 2013 hatte Intel mit Einnahmen von 12,8 Milliarden Dollar abgeschlossen.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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