Qualcomm und Samsung fördern auf Wearables konzentriertes Chip-Start-up

Die ersten Wearable Processing Units sollen dieses Jahr in die Produktion starten. Ineda verspricht einen Monat Laufzeit bei konstanter Internetverbindung und Sensorenüberwachung. Je nach Ansprüchen der Software sieht es eine von vier Bauformen vor.

Dhanush-WPU (Bild: Ineda)

Qualcomm und Samsung haben sich an der Finanzierung des Start-ups Ineda Systems beteiligt, das ein System-on-a-Chip für Wearable Devices entwickelt. Die „Wearable Processing Unit“ (kurz WPU) namens Dhanush soll mindestens 30 Tage Laufzeit mit einer Akkuladung ermöglichen, bei kompakter Bauform, ständiger Internetverbindung, stets aktiver Spracherkennung sowie Sensorenkontrolle und zu einem für Heimanwender akzeptablen Preis.

Ineda Systems sitzt im kalifornischen Santa Clara. Die Finanzierungsrunde bringt ihm 17 Millionen Dollar von insgesamt sechs Investoren. Seinem Managementteam gehört als Vorsitzender des Verwaltungsrats Sanjay Jha an, der CEO von Globalfoundries. Auch Krishna Yarlagadda, President von Grafikchip-Spezialist Imagination Technologies, sitzt in dem Gremium.

Vier Dhanush-Varianten (Bild: Ineda)

Die Dhanush-WPU-Familie ist als Reihe von vier Produkten für unterschiedliche Segmente konzipiert, die alle auf einer Hierarchical Computing genannten Architektur basieren. Ineda erklärt sie wie folgt: „Hierarchical Computing ist eine abgestufte Multi-CPU-Architektur mit gemeinsamem Zugriff auf Peripherie und Speicher. Alle CPUs können einzeln oder gleichzeitig aktiv sein und synchron handeln, während sie ihnen zugewiesene Aufgaben unabhängig bewältigen.“

Für ein komplexes Betriebssystem wie Android ist beispielsweise die höchste Stufe der Dhanush-Familie gedacht, die „Advanced“ heißt und drei Stufen sowie eigenes DRAM und SRAM mitbringt. Für die kleinsten Geräte sieht das Unternehmen „Nano“ vor, das nur aus einem Microcontroller und SRAM besteht. Die beiden Varianten dazwischen heißen „Optima“ und „Micro“.

Die WPUs sind bisher noch nicht marktreif. Ineda plant aber, dieses Jahr mit der Produktion zu starten.

Vergangenen Monat hatte es geheißen, Samsung plane eine Variante seiner Smartwatch Gear mit integriertem Mobilfunkmodul. Sie könnte dann eine direkte Verbindung zum Mobilfunknetz aufbauen, um Anrufe zu tätigen oder anzunehmen. Auch für die übrigen Funktionen wie Benachrichtigungen oder Fitness-Tracking wäre kein Smartphone mehr erforderlich.

Der neue Qualcomm-CEO Steve Mollenkopf hingegen hatte im Januar in einem Interview geäußert, er sehe Wearable Computing vor allem als Ergänzung zum Smartphone. Er geht bei Wearable Tech davon aus, dass viele Menschen zusätzliche Geräte mit sich führen werden. „Einige dieser Geräte erfassen vielleicht nur etwas wie Bewegung oder gesundheitsbezogene Aspekte, manche sind vielleicht ganz wie ein Mobiltelefon einzusetzen. Es wird viele von ihnen geben.“

[mit Material von Brooke Crothers, News.com]

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Themenseiten: Ineda Systems, Prozessoren, Qualcomm, Samsung, Smartwatch, Wearable

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