Videoplattform Ultraviolet registriert im deutschen Sprachraum 80.000 Nutzer

Das Angebot ist hierzulande weiter im Betastadium. Erst 40 DVDs und Blu-rays kommen mit Ultraviolet-Gutschein. Nutzer können ihre Filme an bis zu fünf andere bei Ultraviolet registrierte Anwender ausleihen und von bis zu zwölf Endgeräten darauf zugreifen.

Das digitale Schließfachsystem der Hollywoodstudios namens Ultraviolet hat seit seinem Start im Herbst 80.000 registrierte Nutzer gewonnen. Diese Zahl gilt für den deutschen Sprachraum, also die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz. Die Verantwortlichen äußern sich zufrieden, zumal bisher gerade einmal 40 Blu-rays und DVDs mit Ultraviolet-Gutschein im Handel sind.

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Start des Zusatzangebots für Käufer von Inhalten auf optischen Medien, das Streaming von Inhalten aus der Cloud ebenso wie Downloads ermöglicht, war am 22. November mit dem Warner-Titel „Pacific Rim“. Offiziell befindet sich das Angebot hierzulande weiter im Betastadium.

Mit Flixster und dem Sony Pictures Store gibt es zwei Streaming- und Download-Anbieter. Zusätzlich ist eine Registrierung beim zentralen Ultraviolet-Portal nötig. Die doppelte Struktur ist laut der Ultraviolet-Presseabteilung der Tatsache geschuldet, dass der Dienst als anbieterübergreifende Plattform konzipiert wurde. Derzeit sind die Anbieter Warner Home Video, Universal Pictures Germany, Twentieth Century Fox Home Entertainment und Sony Pictures Home Entertainment beteiligt.

Jeden Film können Nutzer von Ultraviolet bis zu fünf weiteren Personen zugänglich machen, also quasi verleihen. Diese müssen sich natürlich ebenfalls für Ultraviolet registrieren. Die maximale Zahl der unterstützten Endgeräte beträgt zwölf pro Film. Für diese Geräte bleibt der Zugriff unbegrenzt möglich.

Zu beachten ist, dass Ultraviolet derzeit nur Downloads und Streams in SD-Qualität anbietet, auch wenn der Anwender eine Blu-ray oder Blu-ray 3D gekauft hat. Hochauflösende Versionen sind in Vorbereitung.

Weltweit verfügt Ultraviolet über 15 Millionen Nutzer, in den USA und Großbritannien war es aber auch schon 2011 an den Start gegangen. Als Sprecher der deutschen Ultraviolet-Gruppe kommentiert Andreas Bork von Sony: „Generell sind wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Im direkten Vergleich mit den Starts in USA, UK, oder Frankreich ist sowohl die Anzahl der Ultraviolet-Kundenkonten als auch die Einlösequote als sehr positiv zu bewerten. Und mit den kommenden großen Veröffentlichungen wie ‚Der Hobbit: Smaugs Einöde‘ werden sich die Zahlen sicherlich weiter positiv entwickeln.“

Aufgrund des Kopierschutzes war es Käufern von Filmen auf optischen Medien bisher nicht legal möglich, sie auch auf einem Mobilgerät wie einem Smartphone oder Tablet anzusehen – anders als etwa bei Musik-CDs, die sich rippen lassen. Ultraviolet soll diesen Zustand ändern, einen Mehrwert für Kaufmedien schaffen und eine Alternative zu rein cloudbasierten Streaming- sowie Downloadportalen wie Apple iTunes, Google Play Movies oder Amazon Lovefilm beziehungsweise Prime bereitstellen. Angesichts dieser Ziele und des Konkurrenzdrucks wirkt die Zahl der Registrierungen allerdings bescheiden.

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