Hortonworks sichert sich 100 Millionen Dollar zum Ausbau von Hadoop

Angeführt wurde die jüngste Finanzierungsrunde von BlackRock und dem Hedgefonds Passport Capital. Insgesamt hat Hortonworks seit seiner Gründung im Juni 2011 rund 200 Millionen Dollar gesammelt. Konkurrent Cloudera erhielt vergangene Woche 160 Millionen Dollar.

Hortonworks hat von Investoren weitere 100 Millionen Dollar erhalten, die in Entwicklung und Support des Analytics-Frameworks Apache Hadoop fließen sollen. Angeführt wurde die jüngste Finanzierungsrunde von BlackRock und dem Hedgefonds Passport Capital. Zu den bestehenden Unterstützern des Big-Data-Spezialisten zählen Tenaya Capital, Dragoneer Investment Group, Benchmark Capital, Index Ventures und Yahoo.

Hortonworks Logo (Bild: Hortonworks)

Gegründet wurde Hortonworks im Juni 2011 von Yahoo und Benchmark Capital. Zum Start investierten sie 23 Millionen Dollar in die das eigenständige Unternehmen. Im November 2011 kamen angeführt von Index Ventures 25 Millionen Dollar hinzu. Eine Finanzierungsrunde im Juni 2013 brachte weitere 50 Millionen Dollar ein. Diesen Betrag konnte Hortonworks nun nochmals verdoppeln.

Allerdings ist er immer noch niedriger als die Summe, die sich der konkurrierende Hadoop-Distributor Cloudera vergangene Woche sicherte. Er erhielt von Förderern 160 Millionen Dollar, um sein Angebot an Werkzeugen und Erweiterungen für Hadoop auszubauen. Insgesamt hat Cloudera 300 Millionen Dollar Investmentkapital gesammelt.

Hortonworks hat nach eigenen Angaben über 100 Enterprise-Kunden. Vergangenes Jahr trieb es die Expansion in der EMEA-Region voran und schloss Partnerschaften mit einer Reihe großer Anbieter, darunter Microsoft, Teradata, Rackspace und zuletzt Red Hat sowie SAP.

CEO Rob Bearden hebt gerne den reinen Open-Source-Ansatz von Hortonworks hervor, der es von Rivalen wie EMCs Pivotal, Cloudera und MapR unterscheidet. Denn letztere kombinieren in ihren Hadoop-Distributionen freie Kernkomponenten mit proprietären Funktionen.

„Wir erstellen direkt im Hauptentwicklungszweig, machen das Paket zu einem Produkt und übernehmen Qualitätssicherung sowie Veröffentlichung“, beschreibt Bearden Hortonworks‘ Beitrag zu Apaches Open-Source-Projekt. „Es ist kein Open-Core-Modell.“ Darunter versteht man ein Geschäftsmodell, bei dem der Kern eines Produkts unter einer freien Lizenz veröffentlicht wird, Erweiterungen aber nur zahlenden Kunden zur Verfügung stehen.

Offenbar haben Hortonworks‘ Ansatz und Technologie zumindest den Musik-Streamingdienst Spotify überzeugt. Dieser wechselte vergangenen September von Clouderas zu Hortonworks‘ Distribution der Big-Data-Plattform Hadoop.

Im August 2013 erklärte Bearden gegenüber Reuters, sein Unternehmen strebe in den nächsten 12 bis 15 Monaten einen Börsengang an. Ihm zufolge generiert Hortonworks 70 Prozent seiner Einnahmen aus Support-Dienstleistungen durch Partnerschaften mit Microsoft oder Teradate, die übrigen 30 Prozent resultieren aus Trainings- und Beratungsangeboten.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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