Speicherdienst Box will mit Börsengang 250 Millionen Dollar erlösen

Ab kommenden Monat soll die Aktie unter dem Tickersymbol "BOX" am New York Stock Exchange gehandelt werden. Ein Ausgabepreis steht noch nicht fest. Mit dem IPO kommt Box seinem großen Konkurrenten Dropbox zuvor, dem ähnliche Pläne nachgesagt werden.

Nach monatelangen Spekulationen hat der Cloud-Speicherdienst Box jetzt via Twitter seine Pläne für einen Börsengang bekannt gegeben. Das 2005 von CEO Aaron Levie und CFO Dylan Smith gegründete Unternehmen will mit dem für nächsten Monat vorgesehenen IPO insgesamt 250 Millionen Dollar einnehmen. Seine Aktien sollen am New York Stock Exchange unter dem Tickersymbol „BOX“ gehandelt werden. Ein Ausgabepreis steht noch nicht fest.

Box Logo

Damit kommt Box seinem großen Konkurrenten Dropbox zuvor. Diesem werden ebenfalls schon länger Ambitionen für einen Börsengang nachgesagt. Zuletzt hatte CEO Drew Houston im November bestätigt, dass man über einen solchen Schritt nachdenke. Im Januar sicherte sich Dropbox aber zunächst 250 Millionen Dollar frisches Kapital über eine weitere Finanzierungsrunde. Der Wert des sieben Jahre alten Unternehmens wird auf 10 Milliarden Dollar geschätzt. Box hingegen wurde vom Wall Street Journal im Dezember mit bis zu 3 Milliarden Dollar bewertet.

Aus bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen geht hervor, dass Box im abgelaufenen Fiskalquartal (bis 31. Januar 2014) 124,2 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet hat. Das entspricht einer Steigerung von 111 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unterm Strich steht allerdings ein Verlust von 168,6 Millionen Dollar.

Der Fehlbetrag ist in erster Linie auf operative Kosten in Höhe von 257 Millionen Dollar oder 21 Millionen Dollar pro Monat zurückzuführen. Zugleich stiegen die Ausgaben für Vertrieb und Marketing zwischen Januar 2013 und Januar 2014 von 99,1 auf 171 Millionen Dollar.

Die Mitarbeiterzahl lag zum 31. Januar bei 972. Ein Jahr zuvor hatte Box erst 369 Beschäftigte. Der Hauptsitz des Unternehmens ist im kalifornischen Los Altos, es unterhält aber auch Niederlassungen in San Francisco und London. Ein weitere Expansion nach Europa und Asien ist geplant.

Den Börsenunterlagen zufolge hatte Box Ende Januar rund 25 Millionen registrierte Nutzer und mehr als 200.000 Firmenkunden. Über 34.000 Unternehmen zahlen für den Zugriff auf die Cloud-Plattform, die neben Storage auch Kollaborations- und Produktivitätslösungen umfasst. Als Hauptkonkurrenten im Cloud-Geschäft gibt es in seiner Börsenanmeldung neben Dropbox auch Citrix, EMC, Google und Microsoft an.

CEO Aaron Levie hatte schon im Januar 2013 gegenüber Bloomberg einen Börsengang angedeutet. Seitdem wurde über den genauen Zeitpunkt spekuliert. Anfang März meldete Bloomberg schließlich, Box wolle seinen Umsatz auf über 200 Millionen Dollar erhöhen und habe die Banken Morgan Stanley, Credit Suisse und JPMorgan Chase mit den IPO-Vorbereitungen betraut.

Die Gründer von Box: CFO Dylan Smith (links) und CEO Aaron Levie (Bild: Josh Miller/CNET)Die Gründer von Box: CFO Dylan Smith (links) und CEO Aaron Levie (Bild: Josh Miller/CNET)

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com, und Nick Statt, News.com]

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Themenseiten: Box, Business, Börse, Cloud-Computing, Storage

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