HP verspricht Ankündigung zu 3D-Druckern im Juni

Hewlett-Packard plant im Juni eine „große technische Ankündigung“ zu 3D-Drucker-Markt. Dies hat CEO Meg Whitman in einer regulären Analysten-Telefonkonferenz geäußert und der Blog 3dprint.com aufgegriffen. Schon Ende 2013 hatte Whitman verlauten lassen, 2014 werde das Jahr sein, in dem sich der Konzern wieder bei 3D-Druckern engagiert.

HP-CEO Meg Whitman

Whitman sagte außerdem, ihr Unternehmen habe einige der Probleme gelöst, die dieses Segment derzeit noch hemmen. HP wird sich offenbar an Firmen und Hersteller wenden – und weniger an Heimanwender: „Der größere Markt wird im Enterprise-Segment liegen“, sagte Whitman.

Im Februar hatte HPs CTO Martin Fink in einem Blogbeitrag verkündet, das Unternehmen „erforscht die Vielzahl der Möglichkeiten im 3D-Druck und wird bei seiner Weiterentwicklung eine wichtige Rolle spielen.“ Der Blog 3Dprint erwartet, dass dadurch vor allem bestehende Anbieter wie 3D Systems und Stratasys Probleme bekommen werden, die für ihre Umsätze sowohl den Unternehmensmarkt als auch das Heimanwendersegment benötigen.

Stratasys war noch im Jahr 2010 HPs Partner gewesen, als das Unternehmen aus Palo Alto erstmals in den 3D-Druckbereich vorstieß. HP verkaufte damals Stratasys-Drucker unter eigenem Namen: Es gab einen HP Designjet 3D für rund 15.000 Euro und einen HP Designjet Color 3D für 19.200 Euro.

Wann im Juni die Ankündigung von HP zu erwarten ist, sagte Whitman nicht. Schon im Februar hatte sie Investoren erklärt, der B2B-Markt befinde sich im Aufschwung – auch die von einigen längst totgesagten PCs würden von Firmen wieder starker nachgefragt und sorgten bei HP für Wachstum, was die von ihr geplante „mehrjährige Reise“ beschleunige.

HPs ebenfalls um Orientierung ringender Rivale Dell vertreibt seit diesem Jahr 3D-Drucker von MakerBot. Überhaupt war 3D-Druck auf der Messe CES im Januar eines der zentralen Themen. Ein Anzeichen für den Trend ist zudem, dass Softwarehersteller Adobe sein Programm Photoshop um 3D-Druck-Unterstützung erweiterte, um damit vorhandene 3D-Modelle aufzuarbeiten und automatisch für den Druck vorzubereiten. Dazu gehört beispielsweise die Generierung zusätzlicher stützender Strukturen, um stabile Ausdrucke überhaupt erst zu ermöglichen.

Allerdings heißt es seit Jahren, die 3D-Drucktechnik stehe vor dem Durchbruch. Vor einem Jahr warnte Citron Research, es handle sich um eine Börsenblase. Technische Fortschritte würden von den Herstellern völlig übertrieben dargestellt.

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