Micron stellt SSD-Reihe Crucial M550 vor

Der Nachfolger der M500-Serie arbeitet nochmals deutlich schneller. Er erreicht Datenraten von bis zu 550 MByte/s beim Lesen und 500 MByte/s beim Schreiben. Mit Kapazitäten von 64 GByte bis 1 TByte kosten die 2,5-Zoll-Laufwerke zwischen 86 und 458 Euro.

Micron hat sein SSD-Portfolio um die Reihe M550 erweitert. Die 2,5-Zoll-Laufwerke nutzen hauseigenen Multi-Level-Cell-NAND-Flash (MLC) mit 20 Nanometern Strukturbreite. Sie werden in Kapazitäten von 64, 128, 256, 512 GByte sowie 1 TByte unter der Marke Crucial im Einzelhandel vertrieben. Die Preise reichen im Onlineshop des Hersteller von gut 86 bis knapp 460 Euro.

Die neuen SSDs verwenden eine 6-GBit/s-SATA-Schnittstelle, einen Marvell-Controller (88SS9189) und eine angepasste Firmware. Sie erreichen laut Hersteller sequenzielle Datenraten von bis zu 550 MByte/s beim Lesen und 500 MByte/s beim Schreiben. Damit sind sie nochmals deutlich schneller als die Vorgängergeneration M500, die im Juni 2013 im ZDNet-Test 8,3 von 10 möglichen Punkten erhielt.

Die Crucial M550 bietet Micron als 2,5-Zoll-SATA-Modell sowie in den gehäuselosen Formfaktoren mSATA und M.2 an (Bild: Micron).Die Crucial M550 bietet Micron als 2,5-Zoll-SATA-Modell sowie in den gehäuselosen Formfaktoren mSATA und M.2 an (Bild: Micron).

Auch die Performance beim Verarbeiten von 4-KByte-Blöcken hat Micron nochmals gesteigert. Konnte die M500 maximal 80.000 Eingabebefehle pro Sekunde (IOPS) verarbeiten, schafft die M550 laut Datenblatt (PDF) bis zu 95.000 IOPS im Lesebetrieb und 85.000 IOPS im Schreibmodus.

Wie die M500-Reihe kann auch die Nachfolger-Serie dank optimierter Wärmeverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Host-Computer den Stromverbrauch je nach Nutzungsbedarf regeln. Im Standardbetrieb benötigt sie 0,15 Watt. Im Ruhezustand begnügt sie sich mit unter 0,1 Watt und im Schlafmodus sogar mit weniger als 0,003 Watt, was die Akkulaufzeit von mobilen Geräten erhöht. Hardware-Verschlüsselung nach TCG Opal 2.0 und IEEE 1667 soll die Datensicherheit im Fall einer Gerätediebstahls oder -verlusts gewährleisten. Auch ein Stromausfallschutz und eine Fehlerkorrektur zum Schutz der gespeicherten Daten sind integriert.

Alternativ zu den 2,5-Zoll-Laufwerken bietet Micron die M550-SSDs mit bis zu 512 GByte in den gehäuselosen Formfaktoren mSATA und M.2 für ultraflache Notebooks und Tablets an. Die M.2-Modelle haben mit Maßen von 8 mal 2,2 mal 0,358 Zentimetern etwa die Größe eines Kaugummistreifens, bieten aber die gleiche Leistung wie die 10 mal 7 mal 0,7 Zentimeter großen 2,5-Zoll-Varianten. Die mSATA-Modelle messen 5,1 mal 3 mal 0,375 Zentimeter.

Micron liefert die Crucial-M550-SSDs mit dreijähriger Garantie aus. Die 2,5-Zoll-Laufwerke sind ab sofort weltweit erhältlich. Die gehäuselosen Steckmodule sollen im Lauf des Jahres folgen.

Themenseiten: Crucial, Micron, SSD, Storage

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3 Kommentare zu Micron stellt SSD-Reihe Crucial M550 vor

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  • Am 18. März 2014 um 21:09 von AppGen

    Eigentlich alles erfreulich. Besonders, dass es keine großen Änderungen gibt. Allerdings hätte ich mir noch Infos zum Cache und dem Prozessor gewünscht. Man sollte hier nur berücksichtigen, dass es kein Nachfolger als solches wird, da die M500-Reihe als Mainstream-Produkt erhalten bleiben soll. Die M550 ist auf den High-End-Markt ausgelegt und erfüllt eigentlich auch alles, um dort gehandelt zu werden. Ich hätte mir nur noch gewünscht, dass Micron dementsprechend – wie bei (fast) allen Mitbewerbern – die Garantiedauer auf 5 Jahre anhebt, im Gegenzug für einen etwas höheren Preis. Aber man scheint wohl Preissieger bleiben zu wollen.

  • Am 19. März 2014 um 2:39 von User123

    Bitte einmal den Link zum Datenblatt kontrollieren.

    Nicht alle haben direkten Zugriff auf ihre Festplatte. ;)

    • Am 19. März 2014 um 8:33 von Björn Greif

      Und das ist auch gut so :-) Danke für den Hinweis, der Link ist korrigiert.

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