Samsung beantragt Patent zum Entsperren von Smartphones per Zeichnung

Form, Größe oder Position der gezeichneten Figur sollen dabei keine Rolle spielen. Wichtig ist nur, dass die Linie mindestens einen Schnittpunkt hat. Auf diese Weise sollen sich auch bestimmte Anwendungen oder Funktionen ausführen lassen.

Samsung hat in den USA einen Patentantrag eingereicht, der ein neues Verfahren zum Entsperren und Steuern von Smartphones beschreibt. Nutzer sollen dazu eine beliebige Figur mit mindestens einer Überschneidung auf den Touchscreen zeichnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Bildschirm eingeschaltet ist oder nicht.

Eine Zeichnung mit einem Schnittpunkt versetzt das Telefon in den Standby-Modus. Eine Figur mit zwei Schnittpunkten könnte es wieder aufwecken (Bild: Samsung/ US Patent and Trademark Office).

Auch die Form, Größe oder Position der gezeichneten Figur ist irrelevant, so lange sich die Linie mindestens einmal kreuzt. Nutzer sollen zudem verschiedene Zeichnungen unterschiedlichen Funktionen zuordnen können. Eine Figur mit drei Schnittpunkten könnte beispielsweise die Twitter-App starten. Ebenso ließe sich festlegen, dass Anrufe anhand einer bestimmten Zeichnung initiiert oder abgewiesen werden.

In dem am Wochenende beim US Patent and Trademark Office eingereichten Antrag US20140066017 heißt es wörtlich: „Das Hotkey-Feature schließt verschiedene Anwendungen oder Funktionen ein, die von dem mobilen Terminal bereitgestellt werden, und eine bestimmte Applikation oder Funktion wird entsprechend der Zahl an Schnittpunkten ausgeführt. Die bestimmte Anwendung oder Funktion schließt eine Kamera, eine Telefonnummernliste, eine Nachricht und einen Anruf […] ein.“

Ein Vorteil dieser Methode ist, dass der Anwender nicht erst den Einschaltknopf seines Smartphones bedienen muss, um es in einem zweiten Schritt zu entsperren. Allerdings bleibt fraglich, wie es sich auf die Akkulaufzeit auswirkt, wenn der Touchscreen stets in einem Bereitschaftsmodus gehalten werden muss, damit Funktionen ausgeführt werden, sobald der Nutzer ihn berührt und eine Figur zeichnet.

Möglicherweise funktioniert es nach dem gleichen Prinzip wie batteriegestütztes, passives RFID, das nur aktiviert wird, wenn es durch einen RFID-Leser ausgelöst wird. Auf ähnliche Weise müsste der Smartphone-Bildschirm nur mit Strom versorgt werden, sobald eine Berührung erfolgt.

Ein ähnliches Verfahren verwendet bereits LG in seinen High-End-Smartphones. Die Technik „KnockOn“ weckt das Smartphone durch zweimaliges Antippen des Touchscreens auf, ohne dass zuvor der Einschaltknopf bedient werden muss. „KnockCode“ aktiviert das Telefon nicht nur, sondern entsperrt es auch gleich. Der Bildschirm wird dazu in vier Zonen unterteilt, die der Nutzer in der richtigen Reihenfolge antippen muss.

Form und Größe der Zeichnung spielen bei Samsungs Entsperrmethode keine Rolle (Bild: Samsung/ US Patent and Trademark Office).Form und Größe der Zeichnung spielen bei Samsungs Entsperrmethode keine Rolle (Bild: Samsung/ US Patent and Trademark Office).

[mit Material von Eileen Yu, ZDNet.com]

Themenseiten: Patente, Samsung, Smartphone, Touchscreen

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2 Kommentare zu Samsung beantragt Patent zum Entsperren von Smartphones per Zeichnung

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  • Am 13. März 2014 um 17:25 von Judas Ischias

    Vielleicht könnte man das LG-Prinzip,mit dem anklopfen nutzen,denn wenn der Akku gar nicht in den Tiefschlaf kommt, wird bei der bisherigen Technik,vermutlich die Laufzeit darunter leiden.
    Man könnte sich ja mal mit LG zusammensetzen und mal schauen ob man beide Verfahren mixen kann. Dann könnte man sich auch eventuelle,jahrelange Klagen sparen.

  • Am 14. März 2014 um 9:28 von DinS

    Wenn Ich mich recht entsinne besitzt das oppo n1 ein ziemlich ähnliches feature auch bei ausgeschalteten display. Lediglich die verraussetzung einer Überschneidung ist anders.

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