CeBIT: Plextor und OCZ zeigen neue SSD-Reihen

Plextors M6-Familie umfasst Modelle mit SATA, mSATA und PCI-Express-Schnittstelle. Sie verwenden MLC-NAND-Flash mit 19 Nanometern Strukturbreite von Toshiba. Gleiches gilt für OCZs neue Server-Steckkarte Z-Drive 4500, die Datentransferraten von bis zu 2,9 GByte/s ermöglicht.

Plextor und OCZ haben auf der CeBIT in Hannover neue Solid State Disks in unterschiedlichen Formfaktoren und für verschiedene Einsatzbereiche vorgestellt. Plextor zeigt an seinem Stand A18 in Halle 15 seine jüngste M6-Reihe, die SATA, mSATA und PCI-Express-Modelle umfasst. OCZ präsentiert im Planet-Reseller-Bereich (Halle 14/15, Stand H66) mit dem Z-Drive 4500 seine erste PCIe-SSD seit der Übernahme durch Toshiba.

Plextors 2,5-Zoll-SSD M6S (Bild: Plextor)

Die 2,5-Zoll-Ausführung von Plextors neuer M6-Familie, die M6S, nutzt im 19-Nanometer-Verfahren gefertigtes Toggle-NAND-Flash von Toshiba und eine selbst entwickelte Firmware. Sie bietet Kapazitäten von bis zu 512 GByte und erreicht nach Herstellerangaben sequentielle Transferraten von 520 MByte/s beim Lesen und 440 MByte/s beim Schreiben. Die Performance beim Verarbeiten von 4-KByte-Blöcken ist mit bis zu 94.000 Eingabebefehlen pro Sekunde (IOPS) im Lesebetrieb (Random Read) und maximal 80.000 IOPS im Schreibmodus (Random Write) spezifiziert.

Die mSATA-Version M6M bietet dieselben Leistungsmerkmale und Kapazitäten wie die M6S. Allerdings findet die gehäuselose Variante auch in deutlich flacheren Geräten Platz.

Das Spitzenmodell der neuen M6-Reihe, die PCIe-SSD M6e, hatte Plextor schon im Januar angekündigt. Die Steckkarte mit Kapazitäten von 128, 256 und 512 GByte liefert deutlich höhere Übertragungsraten als herkömmliche SATA-Modelle. Sie erreicht bis zu 770 MByte/s beim Lesen und maximal 625 MByte/s beim Schreiben. Die Performance beträgt 105.000 IOPS respektive 100.000 IOPS.

Die hohen Geschwindigkeiten ermöglichen der verbaute Marvell-Controller 88SS9183 mit nativer PCI-2.0-Unterstützung sowie Toggle-NAND-Flash von Toshiba in Kombination mit Plextors angepasster Firmware. Dank ACHI-Support (Advanced Host Controller Interface) müssen keine proprietären Treiber geladen werden. Außerdem ist bei einem entsprechenden Mainboard die Auswahl zwischen Legacy- oder UEFI-Boot-Modus möglich. Die neueste Version von Plextors „True Speed“-Technik soll einen Leistungsverlust nach längerem Gebrauch verhindern.

Das Z-Drive 4500 ist OCZs erste neue SSD seit der Übernahme durch Toshiba (Bild: OCZ).

Angaben zu Preisen und Verfügbarkeit seiner neuen SSDs hat Plextor auf der CeBIT noch nicht gemacht.

Für OCZs Z-Drive 4500 stehen zumindest die US-Preise schon fest. Dort ist die für Server konzipierte Steckkarte mit Kapazitäten von 800 GByte für 2355 Dollar, 1,6 TByte für 3806 Dollar und 3,2 TByte für 6533 Dollar erhältlich.

Wenig überraschend verwendet das Z-Drive 4500 dasselbe Multi-Level-Cell-NAND mit 19 Nanometern Strukturbreite von Toshiba wie Plextors M6-Reihe. Die sequentiellen Datentransferraten sind mit bis zu 2900 MByte/s beim Lesen und 2200 MByte/s beim Schreiben aber deutlich höher. Gleiches gilt für die Lese-Performance, die mit maximal 252.000 IOPS angegeben ist. Ergänzend zum überarbeiteten Gehäusedesign mit integriertem Kühlkörper kann das neue Z-Drive seine Leistung automatisch herunterregeln, falls die Betriebstemperatur zu stark steigt.

[mit Material von Sean Portnoy, ZDNet.com]

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Themenseiten: CeBIT, OCZ, Plextor, SSD, Storage, Toshiba

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