Microsoft bestätigt: Ex-Skype-Chef Tony Bates geht

Er hatte als aussichtsreicher interner Kandidat für die Ballmer-Nachfolge gegolten. Auch Software-Marketing-Chefin Tami Reller scheidet laut Recode aus. Sie werden dem Bericht zufolge ersetzt durch Eric Rudder beziehungsweise Chris Capossela.

Tony Bates (Bild: Microsoft)Zwei Top-Manager verlassen einem Bericht von Recode zufolge in Kürze Microsoft. Es handelt sich um den früheren Skype-CEO Tony Bates, zuletzt fürs Business Deveolpment zuständig, und die Leiterin des Software-Marketings, Tami Reller. Recode will dies von „zahlreichen Quellen“ erfahren haben.

Beide Manager standen im Rang eines Vice President. Tony Bates, durch die Übernahme von Skype zu Microsoft gekommen, galt als aussichtsreicher interner Kandidat für die Nachfolge von Steve Ballmer als CEO – ein Posten, den aber dann vor rund einem Monat sein Kollege Satya Nadella bekam.

Update 4. März: Microsoft hat den Bericht bestätigt. Recode hat die Nachfolger korrekt benannt. Außerdem erhält Mark Penn, Erfinder der Anzeigenkampagne „Scroogled“, den Posten des Chief Strategy Officer.

Wohin die beiden Führungskräfte wechseln, ist Recode nicht bekannt. Als Nachfolger von Bates sei Eric Rudder vorgesehen, heißt es, der derzeit für die Strategieplanung zuständig ist. An die Stelle von Reller im Microsoft-Marketing soll hingegen Chris Capossela treten.

Erst letzte Woche hatte Microsoft bestätigt, dass Julie Larson-Green die Hardware-Leitung freimacht und ins Team für „My Life & Work“ der Applications and Services Group wechselt, wo sie die Nutzererfahrung über Dienste wie Bing, OneDrive oder Skype hinweg vereinheitlichen soll. Sie schafft damit offenbar Platz für den von Nokia zurückkehrenden Stephen Elop, der künftig nicht nur für Smartphones, sondern für sämtliche Hardware im Konzern zuständig sein wird – einschließlich der Surface-Tablets, der Konsole Xbox sowie der traditionellen Microsoft-Peripherie.

Der kürzlich von Satya Nadella abgelöste CEO Steve Ballmer hatte letztes Jahr noch eine strategische Neuausrichtung unter dem Motto „One Microsoft“ durchgeführt, die auch Umbesetzungen im Spitzenmanagement nach sich zog. Bis heute ist die Entwicklung nicht vollständig abgeschlossen. So verließen im Januar zwei Vertraute des früheren Windows-Chefs Steven Sinofsky das Unternehmen. Auch Larson-Green war früher Sinofsky unterstellt gewesen, dessen Aufgaben sie nach seinem Abgang teilweise übernahm – und zwar als Gespann mit Reller auf der Marketing-Seite.

[mit Material von Jonathan Skillings, News.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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