Google macht neue Oberfläche von Maps zum Standard

Künftig erscheint beim Aufruf des Kartendienstes auf dem Desktop automatisch die überarbeitete Webversion, die bisher nur als Vorschau verfügbar war. Sie rückt die interaktive Karte in den Mittelpunkt. Die Umstellung erfolgt im Lauf der kommenden Wochen.

Google wird in den kommenden Wochen die zur Entwicklerkonferenz I/O 2013 vorgestellte neue Webversion von Maps für alle Desktop-Nutzer einführen. Beim Aufruf von maps.google.de erscheint dann statt des alten Interface standardmäßig die überarbeitete Oberfläche samt aller neuen Funktionen.

Zur Vorstellung im Mai 2013 stand das neue Google Maps zunächst nur einem ausgewählten Nutzerkreis per Einladung offen. Seit Juli kann das Update in einer Vorschauversion von jedermann getestet werden. Einige beliebte Funktionen wie die Routenberechnung mit Zwischenzielen gingen mit dem Wechsel zum neuen Design jedoch verloren. Erst ein Update im Oktober brachte sie wieder zurück.

Die neue Oberfläche von Google Maps stellt die interaktive Karte in den Mittelpunkt (Screenshot: ZDNet.de).Die neue Oberfläche von Google Maps stellt die interaktive Karte in den Mittelpunkt (Screenshot: ZDNet.de).

Die runderneuerte Oberfläche zeigt die zuvor auf der Seitenleiste dargestellten Informationen am oberen Rand einer Vollbildkarte an. Suchresultate lassen sich nach Empfehlungen aus den Google+-Kreisen des Nutzers filtern. Bei einem Klick auf ein Ergebnis passt sich die interaktive Karte automatisch an, um beispielsweise interessante Orte in der Nähe vorzuschlagen.

Der Nutzer erhält zudem bei jeder Suche eine personalisierte Karte, die für ihn wichtige Details wie Restaurants und Sehenswürdigkeiten enthält. An Google Now angelehnte Infokarten liefern Einzelheiten zu Wegpunkten wie Öffnungszeiten, Bewertungen und Links zu Street View. Die Navigation erlaubt jetzt einen Vergleich zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln und gibt eine grafische Übersicht über die jeweils veranschlagte Reisezeit.

Für die Karten selbst verwendet Google einige neue Farben und Symbole. Außerdem basieren sie jetzt auf Vektordaten statt auf Grafikkacheln, was für einen schnelleren Aufbau und eine flüssigere Darstellung beim Zoomen sorgt. Neu ist auch eine 3D-Ansicht wie in Google Earth, die keine zusätzliche Software erfordert, sondern nur einen WebGL-fähigen Browser.

Tester der Vorschau hatten sich anfangs unter anderem über lange Seitenladezeiten beschwert. Ob man nach der automatischen Umstellung auf die neue Oberfläche wie bisher in der Vorschauversion zum klassischen Maps-Interace zurückkehren kann, teilte Google in seiner Ankündigung nicht mit.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com, und Seth Rosenblatt, News.com]

Themenseiten: Google, Google Maps

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