Carl Icahn erhöht Beteiligung an Nuance

Er stockt seinen Aktienanteil von 58,9 auf 60,8 Millionen auf. Schon im August 2013 hatte der Milliardär seine Beteiligung an Nuance von 16,4 auf 16,9 Prozent erhöht. Damals wurde spekuliert, er werde einen Sitz im Aufsichtsrat einfordern.

Nachdem Investor Carl Icahn sich zuletzt bei Apple, Dell und eBay engagiert hatte, richtet er seine Aufmerksamkeit nun offenbar verstärkt auf Nuance Communications. Wie MarketWatch unter Berufung auf Börsenunterlagen berichtet, hat der Milliardär seinen Aktienanteil an dem Spracherkennungspezialisten von 58,9 auf 60,8 Millionen aufgestockt.

Carl Icahn (Bild: CBS News)Carl Icahn (Bild: CBS News)

Bereits während seiner Auseinandersetzung mit Dell im vergangenen Jahr hatte Icahn seine Beteiligung an Nuance im August von zuvor 16,4 Prozent auf 16,9 Prozent erhöht. Damals wurde zudem spekuliert, er werde einen Sitz im Aufsichtsrat einfordern.

Icahn ist dafür bekannt, sich aggressiv in die Politik von Firmen einzumischen, in die er investiert hat. So hat er schon öfter versucht oder auch nur damit gedroht, über Stimmrechtsvollmachten oder das Anwerben von Aktionärsstimmen die Kontrolle zu übernehmen. Dies war etwa bei Yahoo, Motorola, Time Warner, Blockbuster, ImClone Sytems, Netflix und zuletzt Dell der Fall.

Normalerweise scheut sich der Milliardär nicht, für ihn wichtige Investitionen öffentlich zu machen – entweder in Fernsehinterviews oder über sein Twitter-Konto. Im Fall von Nuance hat er sich bis jetzt jedoch nicht öffentlich geäußert. In seinem jüngsten Tweet bringt er lediglich seine Freude über den Start der zweiten Staffel der TV-Serie House of Cards auf Netflix zum Ausdruck. An dem Streaming-Dienst ist Icahn ebenfalls beteiligt.

Anfang des Jahres legte sich der Investor mit Ebay an, nachdem Apple seine Vorschläge auf eine Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms abgelehnt hatte. Bei Ebay wollte er zwei Sitze im Aufsichtsrat mit seinen Getreuen besetzen und verlangte vom Verkaufsportal, seine Tochterfirma Paypal auszugliedern. Ebay wies seine Vorschläge jedoch rundum zurück.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

Themenseiten: Nuance Communications, Übernahmen

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