Foxconn investiert eine Milliarde Dollar in neue Werke in Indonesien

In den kommenden drei bis fünf Jahren sollen Fertigungsanlagen in der Hauptstadt Jakarta entstehen. Das Geld soll zudem in Forschung und Entwicklung sowie ins Software-Design fließen. Laut Foxconn-Chairman Terry Guo könnte Indonesien China als Fertigungsstandort Nummer eins ablösen.

Hon Hai Precision Industry, besser bekannt unter seinem Handelsnamen Foxconn, will innerhalb der nächsten drei bis fünf einen Milliarde Dollar in den Bau neuer Fabriken in Indonesien stecken. Als möglicher Standort gilt die Hauptstadt Jakarta. In den kommenden drei Monaten wird Foxconn den dortigen Behörden einen Investitionsplan vorlegen, wie The China Post berichtet.

Foxconn-Fabrik Shenzhen

Foxconn sieht Jakarta als Zugangstor zum bisher noch weitestgehend unberührten indonesichen Markt, den es mit seinen 240 Millionen Einwohnern als großen Wachstumsmarkt ausgemacht hat. Seine Investitionen sollen in verschiedene Bereiche fließen, darunter Forschung und Entwicklung sowie Software-Design.

Der taiwanische Auftragsfertiger hatte schon 2012 Kontakt zu indonesischen Behörden aufgenommen, um über ein Investment zu sprechen. Ursprünglich wollte er seine Geschäfte in dem Land bereits im Dezember dieses Jahres aufnehmen. Weil er die Anforderungen der Behörden nicht erfüllen konnte, verzögerten sich die Pläne jedoch.

Zuvor hatte es geheißen, Foxconn werde innerhalb von fünf Jahren sogar bis zu 10 Milliarden Dollar in Indonesien investieren. Das Unternehmen selbst bestätigte dies allerdings nicht. Foxconn-Chairman Terry Guo erklärte aber, Indonesien habe das Potential, China als Fertigigungsstandort Nummer eins abzulösen.

Analysten zufolge passt die Investition in Südostasien zu Foxconns Strategie, auch auf andere Standorte als China zu setzen. In China beschäftigt es rund eine Million Mitarbeiter in seinen Werken, in denen es unter anderem Produkte für Apple, Sony und Nokia fertigt.

Im November gab Foxconn bereits eine Investition über 40 Millionen Dollar im US-Bundesstaat Pennsylvania bekannt, um eine „High-End-Lieferkette“ aufzubauen. Die Pläne sahen die Schaffung von 500 Arbeitsplätzen vor sowie die gemeinsame Entwicklung von Robotertechnik mit der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Vergangenen Monat kündigte Foxconn zudem an, seine Einnahmen innerhalb der nächsten Dekade auf 10 Billionen Taiwan-Dollar (rund 329,68 Milliarden US-Dollar) steigern zu wollen, indem es sein Portfolio um E-Commerce, 4G und Cloud-Angebote erweitert.

Auch Foxconns wichtigster Kunde Apple hat offenbar Pläne für Indonesien. Medienberichten zufolge wird es dort sowie in Indien und Brasilien das eigentlich schon ausgelaufene Smartphone-Modell iPhone 4 wieder anbieten. Ziel sei es, Marktanteile in den Ländern zurückzuerobern, in denen es mangels preiswerter Geräte zuletzt Probleme hatte.

[mit Material von Eileen Yu, ZDNet.com]

Themenseiten: China, Foxconn, Strategien

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