Google holt Photoshop-Manager für Bildbearbeitung

John Nack nennt als Grund für seinen Wechsel "mehr Einfluss". Er hatte 14 Jahre lang für Adobe gearbeitet. Zuletzt war er für Mobilsoftware und das umstrittene Abo-Angebot Crerative Cloud zuständig.

Google hat den Photoshop-Veteran John Nack als Manager für seine Bildbearbeitungssoftware eingestellt. Nack meldet den Wechsel in seinem persönlichen Blog, der aber von Adobe gehostet wird. Google unterstreicht damit die Bedeutung von Digitalfotografie für seine Strategie – wobei seine Zielgruppe breiter, weniger spezialisiert als die von Photoshop ist.

John Nack (Bild: John Nack)

Nack hatte bei Adobe jahrelang als Principal Product Manager das Photoshop-Team geleitet. In letzter Zeit war er aber vor allem für Mobilgerätesoftware und das Abo-Angebot Creative Cloud zuständig gewesen. Insgesamt arbeitete er 14 Jahre lang für Adobe. Sein Titel bei Google ist nicht bekannt.

„Warum diese Veränderung? Merlin Mann hat mich einmal gefragt, ‚Wovon möchtest du zehnmal so viel?‘ Ich kannte die Antwort: Einfluss“, schreibt Nack. „Ich bin so stolz auf den Einfluss, den ich bei Adobe hatte. Von Smart Objects über die erste öffentliche Beta von Photoshop bis hin zu zahllosen kleinen Verbesserungen im Lauf der Jahre … ich bin stolz auf dieses Erbe. Jetzt bekomme ich aber die Möglichkeit, an einigen neuen Projekten zu arbeiten.“

Google versucht seit Jahren, sich in der Welt der Digitalfotografie zu positionieren. Übernahmen von Picasa, Picnik und Panoramio brachten nur bescheidene Anerkennung. Erfolgreicher war es mit der Foto-Integration von Google+ ab 2011. 2012 übernahm es dann Nik Software, das Bildbearbeitung für Mobilgeräte und PCs anbot. Seine Werkzeuge Snapseed für Mobilgeräte und Efex gibt es weiter, und sie haben unter dem Dach von Google zusätzliche Nutzer gefunden. Gleichzeitig hat Google eine Onlineversion eingeführt und Lösungen von Nik auch in die Foto-App von Android 4.4 KitKat eingearbeitet.

Bei Adobe hatte Nack zuletzt vor allem mit der Umstellung auf das Abomodell Creative Cloud zu tun. So musste er im Mai 2013 aufgebrachte Benutzer beruhigen, die befürchteten, beim Auslaufen ihres Abos den Zugriff auf die eigenen Bilder zu verlieren beziehungsweise lebenslang eine „Adobe-Steuer“ bezahlen zu müssen.

[mit Material von Stephen Shankland, News.com]

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Themenseiten: Adobe, Google, IT-Jobs, Photoshop, Software

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