Britischer Facebook-Phone-Pionier schließt

Die Geräte von INQ Mobile waren 2011 erschienen. Etwa 1,5 Millionen Exemplare wurden angeblich abgesetzt. Ein ebenfalls geplantes Twitter-Handy kam nicht mehr auf den Markt; ein Neustart als App-Entwickler scheiterte ebenfalls.

Ein britischer Hersteller eines gescheiterten Facebook-Phones hat angekündigt, mit dem heutigen Tag seinen Betrieb einzustellen, wie Android Police bemerkt hat. INQ Mobile war 2008 gegründet worden. Laut Crunchbase hatte es 40 Mitarbeiter in Großbritannien und Italien. Es gehörte zum Telekommunikationskonzern Hutchison Whampoa.

Facebook-Phone INQ 1

Auf der Website des Unternehmens heißt es: „INQ hat in der Vergangenheit einige aufregende und innovative Dinge getan, aber wir werden die Türen zum 31. Januar schließen.“ Seine App, die Content-Discovery-Anwendung Material, hat es aus Google Play zurückgezogen. Das Social-Media-Widget SO.HO erfährt keine Updates mehr.

INQ war 2011 mit zwei Facebook-Phones auf den Markt gekommen, die Cloud Touch und Cloud Q hießen. Unter anderem gab es vier Buttons für Facebook-Funktionen auf dem Homescreen, eine Integration der Facebook-Freunde mit den Kontakten und einen prominent herausgestellten Facebook-Newsfeed. Auch an der Produktion eines Skype-Phones war INQ beteiligt. Anschließend plante es ein Twitter-Phone, das offenbar nicht mehr realisiert wurde.

Die aus damaliger Sicht große Gefahr für sein Geschäftsmodell – ein Smartphone von Facebook selbst – manifestierte sich nie. Aufgrund seiner geringen Größe konnte INQ aber nicht mit anderen Smartphone-Herstellern mithalten, wie es hieß, und zog sich schon bald aus dem Hardwaresegment zurück, um sich auf Apps zu konzentrieren. Nach eigenen Angaben hat es 2011/12 etwa 1,5 Millionen Mobiltelefone verkauft.

Die App Material erhielt beim Start Anfang 2013 positive Rezensionen, tat sich aber gegen Konkurrenten wie Flipboard oder Pulse schwer. Gäbe es sie noch länger, hätte sie sich auch mit einer Konkurrenzanwendung von Facebook auseinandersetzen müssen – dem gestern gestarteten Reader namens „Paper“.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Themenseiten: Facebook, INQ Mobile, Smartphone, Software, Soziale Netze

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