Facebook stellt Newsreader Paper für iOS vor

Er stellt den Newsfeed des Nutzers und nach Themen sortierte redaktionelle Angebote von Verlagen dar. Anwender können auch selbst Beiträge verfassen. Mark Zuckerberg hat in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen weitere eigenständige Apps angekündigt.

Facebook hat den seit Mitte Januar erwarteten Newsreader Paper vorgestellt. iPhone-Nutzer in den USA werden ihn ab 3. Februar herunterladen können. Es handelt sich um das erste Produkt einer neuen Abteilung namens Facebook Creative Labs.

Facebook Paper (Bild: Facebook)

Paper besteht aus Nachrichten und Berichten, in die der Newsfeed des Nutzers, aber auch redaktionelle Veröffentlichungen aus Verlagen zu gewünschten Themenbereichen einfließen. Per Wischbewegung kann man durch die Vielzahl der Angebote scrollen. Es handelt sich nicht nur um Texte mit Aufmacherfotos, sondern auch um Videos, die von selbst starten, wenn sie gerade im Bild sind. Wie erwartet erinnern die Optik und vor allem das Konzept an Flipboard.

Für Nutzer, die selbst Beiträge für ihre Freunde verfassen wollen, enthält Paper eine Preview-Option. Der Anwender kann damit vorab prüfen, wie Text und Bild in Paper wirken werden und ob es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Auch dies ist von Flipboard bekannt.

Eigenständige Apps waren zuletzt ein wichtiges Element von Facebooks Strategie. Nach der eigenen App, dem zugekauften Fotoprogramm Instagram und der Android-Oberfläche Facebook Home machte es mit einer Messenger-App weiter. In einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen in der vergangenen Nacht sagte CEO Mark Zuckerberg, das Unternehmen werde weitere eigenständige Mobilanwendungen herausbringen.

Facebook hatte in der Vergangenheit schon Newsreader von Partnern wie der Washington Post in seine Site eingebunden, die aber keine überzeugende Nutzererfahrung boten. Es muss mit Paper solche Ansätze, aber auch beliebte Fremdprodukte wie das genannte Flipboard übertreffen, um erfolgreich zu sein. Dass es ihm eher schwerfällt, fremde Dienste zu kopieren, hat allerdings schon das Scheitern des Snapchat-Klons Poke gezeigt, der bei Facebook Deutschland „Facebook-Anstupser“ heißt.

[mit Material von Roger Cheng, News.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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