Texas Instruments streicht 1100 Stellen trotz guter Zahlen

Von der Maßnahme verspricht es sich ab Ende 2014 jährliche Einsparungen in Höhe von 130 Millionen Dollar. Im Schlussquartal 2013 verdoppelte der Chiphersteller seinen Nettogewinn nahezu auf 511 Millionen Dollar. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 3,028 Milliarden Dollar.

Texas Instruments (TI) hat die Streichung von rund 1100 Stellen angekündigt, obwohl es die Erwartungen für das vierte Quartal teilweise übertroffen hat. Seinen Nettogewinn steigerte der Halbleiterhersteller gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 94 Prozent auf 511 Millionen Dollar. Der Aktiengewinn verdoppelte sich auf 0,46 Dollar, bei einem Umsatzplus von 2 Prozent auf 3,028 Milliarden Dollar. Die Wall Street hatte für das vierte Quartal mit Einnahmen von 2,99 Milliarden Dollar und einem Aktiengewinn von 0,46 Dollar gerechnet.

ti-logo

Für das Gesamtjahr 2013 meldet TI 12,205 Milliarden Dollar Umsatz, was einem Rückgang um 5 Prozent entspricht. Der operative Gewinn verbesserte sich im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 2,832 Milliarden Dollar, der Nettogewinn um 23 Prozent auf 2,162 Milliarden Dollar. Pro Aktie wuchs der Profit um 26 Prozent auf 1,91 Dollar.

Dessen ungeachtet will sich das Unternehmen durch weltweite Sparmaßnahmen offenbar etwas mehr Luft im Budget schaffen. „TIs Ergebnisse für das vierte Quartal und der Ausblick auf das erste Quartal enthalten Restrukturierungskosten für Sparmaßnahmen im Bereich Embedded Processing und in Japan“, teilte der Chiphersteller mit. „Das Unternehmen verlässt keinerlei Märkte oder stellt bestehende Produkte ein, wird aber Investitionen in Märkte kürzen, die kein nachhaltiges Wachstum oder Gegenwert liefern. Die Einsparungen werden den Abbau von rund 1100 Arbeitsplätzen weltweit widerspiegeln.“

Die geplanten Restrukturierungskosten belaufen sich auf etwa 80 Millionen Dollar. Ab Ende 2014 will TI durch die Maßnahmen jährlich rund 130 Millionen Dollar einsparen.

CEO Rich Templeton gab im gestern vorgelegten Finanzbericht keinen Kommentar zu dem Stellenabbau ab. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Finanzdaten und die Leistung der einzelnen Abteilungen: „Unser viertes Quartal krönte ein Jahr, in dem das Ergebnis jedes einzelnen Quartals zunehmend die Auswirkungen struktureller Veränderungen zeigte, die wir vorgenommen haben, um TI auf Analog und Embedded Processing auszurichten, wo die Vielfalt und Langlebigkeit unserer Positionen zum Tragen kommen.“

Für das laufende Quartal erwartet TI einen Umsatz zwischen 2,83 und 3,07 Milliarden Dollar. Der Aktiengewinn soll zwischen 0,36 und 0,44 Dollar liegen. Die Wall Street rechnet mit 0,44 Dollar je Anteilsschein bei Einnahmen von 2,95 Milliarden Dollar. Nach Börsenschluss in New York gab der Kurs der TI-Aktie um ein Prozent oder 0,44 Dollar nach, nachdem er im Verlauf des gestrigen Handelstags um 0,40 Dollar auf 43,85 Dollar zugelegt hatte.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie Hightech-Firmen, die an der Börse notiert sind? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Prozessoren, Quartalszahlen, Texas Instruments

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Texas Instruments streicht 1100 Stellen trotz guter Zahlen

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *