Adobe steht offenbar vor Einführung von Lightroom für Mobilgeräte

Auf seiner Website fand sich kurzzeitig ein Abo-Angebot namens "Adobe Lightroom for mobile". Es sollte 99 Dollar pro Jahr kosten. Darauf angesprochen, zog Adobe das Angebot zurück und erklärte, es habe derzeit nichts anzukündigen.

Adobe wird wahrscheinlich in Kürze eine mobile Version seiner Bildbearbeitung und -verwaltung Lightroom veröffentlichen. Darauf deutet zumindest ein Abo-Angebot namens „Adobe Lightroom for mobile“ hin, das sich Ende vergangener Woche kurzzeitig auf der Website des Unternehmens fand. Entdeckt hatte das jährlich 99 Dollar teure Abo-Paket 9to5 Mac.

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Noch ist unklar, was sich genau dahinter verbirgt, aber ein iPad-Version gilt als wahrscheinlich. Schon im Mai 2013 hatte Adobe eine frühe Prototyp-Software für Tablets vorgestellt, die ähnlich wie Lightroom die Bearbeitung von Kamera-Rohdaten erlaubte. Die Anwendung nutzte einen Clouddienst, um Veränderungen an Fotos mit einem Lightroom-Katalog auf einem PC zu synchronisieren.

Die im vergangenen Jahr gezeigte Demo enthielt Bearbeitungsfunktionen wie Scharfzeichnen, Kontrast, Rauschreduzierung, Farbtemperatur, Weißabgleich und mehr. Über Schaltflächen am oberen Bildrand konnten Fotos gedreht oder zugeschnitten werden.

Adobe hatte die Mobile-Option von Lightroom von seiner Website genommen, nachdem 9to5 Mac es deswegen kontaktiert hatte. Auf Nachfrage von News.com wollte es sich nicht näher zu seinen Plänen äußern. „Vergangenes Jahr hat Adobe eine Vorschau gezeigt, wie es bestimmte Lightroom-Funktionen auf mobile Plattformen bringen könnte. Allerdings haben wir bisher keine formelle Ankündigung zu offiziellen Plänen gemacht und haben momentan auch keine weiteren Einzelheiten zu Lightroom mitzuteilen“, sagte Adobe-Sprecherin Marissa Lee.

Möglicherweise verlangt Adobe weitere Gebühren für die Software. Es treibt sein Geschäft mit Creative-Cloud-Abonnements aggressiv voran, die bis zu 50 Dollar pro Monat kosten und dafür Zugang zu allen Adobe-Programmen bieten – mit Ausnahme der mobilen Apps. Ursprünglich hatte Adobe geplant, die Mobilanwendungen miteinzubeziehen, doch App-Store-Regeln machten dieses Vorhaben zunichte. Daher zahlen Kunden für die mobilen Apps bisher extra.

[mit Material von Stephen Shankland, News.com]

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