IDC: PC-Markt in EMEA schrumpft um 6,5 Prozent im vierten Quartal

Die Verkaufszahlen gehen auf 26,7 Millionen Einheiten zurück. Es ist das sechste Quartalsminus in Folge. Im Kalenderjahr 2013 bricht der Absatz sogar um 15,7 Prozent auf 88,3 Millionen Einheiten ein.

PC-Hersteller haben in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) im vierten Quartal 6,5 Prozent weniger Computer ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Die Absatzzahlen schrumpften laut IDC auf 26,7 Millionen Einheiten und damit im sechsten Quartal in Folge. Den erneuten Rückgang begründen die Marktforscher mit einer anhaltend geringen Nachfrage im Consumer-Bereich, während sich die Nachfrage im Enterprise-Segment verbesserte.

IDC

Im Kalenderjahr 2013 sanken die PC-Verkäufe in EMEA auf 88,3 Millionen Einheiten, 15,7 Prozent weniger als im Jahr 2012. Bei tragbaren PCs beträgt das Minus sogar 19 Prozent, bei Desktop-PCs der Statistik zufolge nur 9,6 Prozent. Insgesamt habe sich der Markt allerdings wie erwartet entwickelt, so IDC.

„Die Angebote im Weihnachtsgeschäft konnten die Verbrauchernachfrage nicht ankurbeln, die sich weiterhin auf Tablets konzentriert. Als Folge setzten die Notebook-Verkäufe im letzten Quartal des Jahres den negativen Trend fort“, sagte Chrystelle Labesque, Research Manager bei IDC. „Auf der anderen Seite haben Unternehmen vor dem Jahresende ihre Ausgaben maximiert, was eine Stabilisierung des Desktop-Markts zur Folge hatte. Die Lieferzahlen von Desktop-PCs zeigten einen leichten Rückgang von 1,7 Prozent, während es in Westeuropa ein leichtes Wachstum von zwei Prozent gab.“

Das positive Ergebnis in Westeuropa sei auf das nahende Support-Ende von Windows XP zurückzuführen, das vor allem Unternehmen veranlasst habe, ältere Systeme auszutauschen, so IDC weiter. Zum dritten Mal in Folge seien in Westeuropa mehr Computer an Firmen als an Verbraucher verkauft worden. Auch geringe Lagerbestände im Handel zum Ende des dritten Quartals hätten sich positiv auf das Dezemberquartal ausgewirkt.

In Zentral- und Osteuropa sowie dem Nahen Osten und Afrika habe sich 2013 zu einem der schlechtesten Jahre in der Geschichte des PC-Markts entwickelt, ergänzte Stefania Lorenz, Associate Vice President bei IDC. „Insgesamt gingen die Verkaufszahlen im Jahresvergleich um 17 Prozent zurück. Die gute Nachricht ist, dass 2014 die Wende bringen sollte. Neuanschaffungen im Enterprise-Bereich und wachsende Zuversicht bei Verbrauchern sollten die Nachfrage in den kommenden zwölf Monaten ankurbeln.“

In der EMEA-Region konnte Hewlett-Packard seine Führungsposition erfolgreich verteidigen. 5,2 Millionen verkaufte Computer (minus 7,3 Prozent) bedeuteten für HP einen Marktanteil von 20,8 Prozent im vierten Quartal. Lenovo baute dank einer Steigerung seiner Absatzzahlen um 27,1 Prozent seinen Anteil auf 15,3 Prozent aus. Acer und Dell lagen wie im Vorjahreszeitraum auf den Plätzen drei und vier, wobei Asus den Abstand zu Dell auf 0,4 Prozentpunkte verringern konnte. Neben Lenovo war das taiwanische Unternehmen der einzige Top-5-Anbieter, der im vierten Quartal 2013 mehr Computer auslieferte als im Vorjahreszeitraum.

Lenovo hat seinen Marktanteil in der EMEA-Region im vierten Quartal um vier Punkte auf 15,3 Prozent ausgebaut (Bild: IDC).Lenovo hat seinen Marktanteil in der EMEA-Region im vierten Quartal um vier Punkte auf 15,3 Prozent ausgebaut (Bild: IDC).

Themenseiten: Acer, Asus, Dell, Desktop, Hewlett-Packard, IDC, Lenovo, Marktforschung, Notebook

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