China entwickelt linuxbasiertes Mobilbetriebssystem COS

Es kann auf Smartphones, Tablets und Settop-Boxen zum Einsatz kommen. Ziel der Entwicklung ist ein besserer Schutz vor US-Spionage. Ursprünglich hatte eine Eigenentwicklung auf Basis von Canonicals Ubuntu zum Einsatz kommen sollen.

Die chinesischen Behörden haben die geplante Nutzung von Ubuntu Linux als nationalem Betriebssystem verworfen und stattdessen COS vorgestellt. Das Kürzel steht für China Operating System. Es handelt sich ebenfalls um ein Linux-Derivat, dessen Einsatz chinesische Anwender und Behörden vor Spionage durch die USA oder US-Firmen schützen soll.

China

Für die Entwicklung COS ist die chinesische Akademie der Wissenschaften zusammen mit der Regierung und dem privaten Unternehmen Shanghai Liantong verantwortlich. Es soll vor allem als Mobilplattform zum Einsatz kommen.

Schon lange hat China sich unzufrieden mit Betriebssystemen wie Windows Phone, iOS oder auch dem chinesische Smartphones dominierenden Android gezeigt, da sie alle von US-Firmen kontrolliert werden. Im März 2013 teilte man dann mit, ein Derivat von Canonicals Ubuntu werde als nationales OS der Wahl dienen. Dies ist mit der heutigen Ankündigung von COS natürlich hinfällig.

Der Regierung zufolge kann COS auf Smartphones, Tablets und Settop-Boxen zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Hardwarepartner ist das taiwanische Unternehmen HTC, wie Engadget berichtet. Offiziell wurde keine Hardware angekündigt.

Ende letzen Jahres hatte Kantar Worldpanel ComTech für den chinesischen Markt im dritten Quartal einen Android-Anteil von 59 Prozent ausgewiesen. Dazu tragen etwa die immens populären Modelle des chinesischen Unternehmens Xiaomi bei. Apples iOS lief auf 18 Prozent der verkauften Geräte.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

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Themenseiten: Betriebssystem, China, Linux, Smartphone, Tablet, iOS

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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