Kim Dotcoms Partei „The Internet Party“ startet nächste Woche

Sie wird sich in Neuseeland für echte Flatrates zu fairen Preisen stark machen. Dotcom kann zwar Präsident sein, aber als Ausländer nicht selbst fürs Parlament kandidieren. Nächste Woche startet zudem sein Musikdienst Baboom.

Kim Dotcom alias Kim Schmitz hat den Namen seiner geplanten politischen Partei öffentlich gemacht und ihr Logo getweetet, wie die AAP meldet. Neuseeländer werden möglicherweise künftig für die „Internet Party“ stimmen können. Ihr Logo besteht aus weißen Buchstaben auf einer Sprechblase in Yahoo-Lila. Nächste Woche soll sie in Auckland offiziell gegründet werden.

Logo der neuseeländischen Internet Party

Dotcom erwähnt in seinem Tweet ausdrücklich, die Partei werde nicht „Mega Party“ heißen. Damit bezieht er sich zum einen auf seinen Cloud-Speicherdienst Mega und spielt zum anderen mit der Doppelbedeutung des englischen Worts „party“, das „Partei“ oder eben auch „Party“, „Feier“ heißen kann.

Die Partei soll sich, wie der Name es ja auch erwarten lässt, für faire Internetzugangspreise und echte Flatrates ohne Beschränkung oder Drosselung einsetzen. Da der in Kiel geborene Dotcom kein neuseeländischer Staatsbürger, aber mit Hauptwohnsitz in Neuseeland gemeldet ist, kann er zwar nicht selbst fürs Parlament kandidieren, aber Präsident einer politischen Partei sein.

Die „Internet Party“ ist nur eines der jüngsten Projekte von Dotcom. Für kommenden Montag steht der Start seines Musikdiensts Baboom an, der auch Dotcoms erstes eigenes Album „Good Times“ verfügbar machen wird.

Im Januar 2012 hatte das FBI den Filehoster Megaupload vom Netz nehmen und Kim Dotcom sowie vier weitere Männer in Neuseeland verhaften lassen. Das US-Justizministerium warf ihnen organisierte Verschwörung zum Begehen von Urheberrechtsverletzungen, Geldwäsche und Piraterie vor. Dotcom und seinen Mitstreitern drohen bis zu 20 Jahre Haft. Sie sollen insgesamt über 175 Millionen Dollar eingenommen haben. Dotcom kam später auf Kaution frei, muss jedoch in Neuseeland gegen seine von den USA beauftragte Auslieferung kämpfen.

Themenseiten: Cloud-Computing, Mega, Politik, Storage

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